Werneke sieht „Linien“, die nicht überschritten werden dürfen
„Wenn es nur darum geht, zu sagen, da sollen Arbeitnehmerrechte abgebaut werden, dann gibt es da nichts, was wir anbieten können“, sagte Werneke am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Eine Abschaffung des Acht-Stunden-Tages sei mit ihm ebenso wenig zu machen wie eine Erhöhung des Renteneintrittsalters oder eine Absenkung des Rentenniveaus. „Es gibt aber für uns Linien, wo wir sagen, da werden wir im Zweifelsfall auch Protest organisieren“, so der Verdi-Chef.
Handlungsbedarf bei betrieblicher Altersvorsorge
Werneke sieht allerdings durchaus Handlungsbedarf in anderen Bereichen. Die betriebliche Altersvorsorge sei ein Punkt, bei dem es dringenden Diskussionsbedarf gebe. Derzeit hätten nur die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland eine solche Vorsorge. Ebenso Diskussionsbedarf bestehe seiner Meinung nach bei der Zukunft der Pflege und dem Gesundheitswesen.
Kritik an mangelndem Austausch
Der Verdi-Chef kritisierte zudem das späte Treffen, zu dem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Gewerkschaften und Arbeitgeber erst nach einem Jahr im Amt eingeladen hat. Frühere Bundeskanzler wie Angela Merkel und Olaf Scholz hätten regelmäßig Austauschrunden im Kanzleramt abgehalten. Trotzdem sei das Treffen nun gut, dass es stattfinde. „Ich sehe im Moment gar nicht, dass der Kanzler den Konsens sucht, zumindest nicht mit uns“, so Werneke.



