Gezielte Einschränkungen weltweit

UN-Chef Guterres warnt vor Rückschritten bei LGBTQIA-Rechten

UN-Chef Guterres warnt vor Rückschritten bei LGBTQIA-Rechten

Eine Parade zum Christopher Street Day in Berlin (Archivbild). Foto: dts Nachrichtenagentur

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie warnt UN-Generalsekretär António Guterres vor weltweit zunehmenden Angriffen auf die Rechte von LGBTQIA-Personen. Er beklagt Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie gezielte Hasskampagnen. Erstmals seit Jahren steige die Zahl der Länder, die gleichgeschlechtliche Beziehungen kriminalisieren.

Menschenrechte unter Druck

In den vergangenen Jahrzehnten seien zwar spürbare Fortschritte bei der Gleichstellung von LGBTIQ-Personen erzielt worden, doch nun drohe eine Kehrtwende. Guterres spricht von gezielten Bemühungen, die Menschenrechte dieser Gruppe weltweit einzuschränken. Dies geschehe unter anderem durch die Beschneidung von Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Auch die Verbreitung von Hassbotschaften und Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger nehmen zu.

Besondere Gefahren für Betroffene

Für LGBTIQ-Personen seien die Folgen solcher Angriffe besonders gravierend. Sie würden oft zu Sündenböcken gemacht und seien erheblichen Risiken für ihre Sicherheit und Gesundheit ausgesetzt. „So zu sein, wie man ist, soll jedoch niemals ein Verbrechen sein“, betonte Guterres.

Demokratie und Gleichberechtigung

Der diesjährige Leitsatz des Aktionstages, „Im Herzen der Demokratie“, sei eine ernste Mahnung. Jeder Mensch müsse das Recht haben, frei von Angst zu leben und gleichberechtigt an der Gesellschaft teilzunehmen. Die Vereinten Nationen stünden an der Seite aller Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität, und setzten sich für Sicherheit, Würde und Gleichberechtigung ein.

Historische Meilensteine

Der 17. Mai wird seit 2005 als Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) begangen. Das Datum erinnert an die Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1990, Homosexualität aus ihrem Krankheiten-Diagnoseschlüssel zu streichen. Zugleich erinnert die UN an den deutschen Paragraphen 175, der sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte und bis zur Wiedervereinigung in verschiedenen Formen galt.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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