Verteidigungswille auf Tiefpunkt – USA kein verlässlicher Partner mehr?

Umfrage! Verteidigungswille auf Tiefpunkt! Hälfte der Deutschen fürchtet Putin-Angriff – doch 60 % würden nicht kämpfen

Putin im Portrait
Foto: Foto: insidebw.de/AI

Die Angst wächst! Jeder zweite Deutsche glaubt, dass Wladimir Putin nach einem möglichen Sieg über die Ukraine auch NATO-Staaten angreifen könnte. Das zeigt eine neue RTL/ntv-Umfrage. Besonders im Westen Deutschlands ist diese Sorge groß (52 %), während im Osten nur 38 % davon ausgehen, dass Putin die NATO ins Visier nehmen würde.

Doch das wirklich Brisante: 60 Prozent der Deutschen sagen, dass sie im Falle eines Angriffs nicht zur Waffe greifen würden! Nur 17 Prozent wären „auf jeden Fall“ bereit, Deutschland zu verteidigen. Auffällig: Männer (27 %) zeigen sich kämpferischer als Frauen (8 %).

Sorge um die USA als Verbündeten

Als wäre das nicht genug, zeigt die Umfrage noch eine weitere dramatische Entwicklung: 82 Prozent der Deutschen halten die USA nicht mehr für einen verlässlichen Partner! Noch im Februar lag der Wert bei 73 Prozent – das Misstrauen wächst rasant.

Besonders bemerkenswert: Selbst unter den Anhängern der Regierungsparteien ist das Vertrauen in die USA gering. Bei der AfD halten immerhin noch 25 Prozent die Vereinigten Staaten für einen zuverlässigen Partner – ein Wert, der sonst in keiner anderen Wählergruppe erreicht wird.

Wie real ist die Bedrohung?

Während CDU/CSU- (61 %), SPD- (62 %) und Grünen-Wähler (68 %) die Gefahr eines russischen Angriffs auf die NATO als realistisch einstufen, sind sich AfD- (70 %) und BSW-Wähler (73 %) fast sicher: Putin wird die NATO nicht angreifen!

Fakt ist: Die Deutschen sind gespalten – und in einer Krise, die Europa erschüttern könnte, scheint das Vertrauen in die eigene Verteidigungsbereitschaft und die USA als Schutzmacht auf einem historischen Tiefpunkt zu sein.