Schuldspruch in Eilenburg
Vier tote Fahrgäste, 25 teils schwer Verletzte: Das ist die traurige Bilanz des Flixbus-Unfalls auf der A9 bei Leipzig im März 2024. Nun folgte das Urteil am Amtsgericht Eilenburg: Der Fahrer des Busses muss für zwei Jahre hinter Gitter – allerdings auf Bewährung.
Der 53-Jährige wurde wegen fahrlässiger Tötung in vier Fällen und fahrlässiger Körperverletzung in 25 Fällen verurteilt. Laut Gericht habe er im März 2024 auf der Fahrt von Berlin Richtung München kurzzeitig die Konzentration verloren. Bei Tempo 94 km/h geriet der Bus von der Fahrbahn ab, überrollte den Standstreifen und stürzte auf einer zwei Meter tiefen Böschung zwei Meter tief. Bäume rissen den Bus auf, der schließlich auf der Seite zum Liegen kam.
Geständnis und Reue als Strafmilderung
Besonders strafverschärfend wertete das Gericht die Anzahl der Todesopfer und die vielen schwer Verletzten. Auch die tateinheitliche Verwirklichung der Straftatbestände spielte eine Rolle. Dennoch wirkte sich das Geständnis des Fahrers sowie seine aufrichtige Reue und seine bisherige Unbescholtenheit positiv auf das Strafmaß aus. Der Mann befindet sich seit dem Unfall in psychologischer Behandlung.
Der Flixbus war mit 53 Fahrgästen und einem weiteren Fahrer auf dem Weg von Berlin nach München.


