Amnesty kritisiert dramatischen Anstieg

Todesstrafe: Hinrichtungszahlen auf Höchststand seit 30 Jahren

Todesstrafe: Hinrichtungszahlen auf Höchststand seit 30 Jahren

Gefängnis (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Amnesty International schlägt Alarm: 2025 wurden weltweit mindestens 2.707 Menschen hingerichtet. Dies ist die höchste Zahl seit 1981. Vor allem China, Iran und Saudi-Arabien treiben die Exekutionen voran. Während die Mehrheit der Staaten die Todesstrafe abgeschafft hat, zeigen sich in einigen Ländern besorgniserregende Tendenzen zur Ausweitung.

Mehr Hinrichtungen weltweit

Amnesty International meldet einen drastischen Anstieg der Hinrichtungen im Jahr 2025. Mindestens 2.707 Menschen verloren in 17 Ländern ihr Leben durch die staatliche Hand. Ein erschreckender Höchststand, der seit über 40 Jahren nicht mehr erreicht wurde.

Der Anstieg von 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist alarmierend. Insbesondere die Zahlen aus China, dem Iran und Saudi-Arabien sind dafür verantwortlich. Beide Nationen haben ihre Hinrichtungszahlen drastisch erhöht.

Drei Länder treiben Zahlen hoch

Im Iran wurden 2025 mindestens 2.159 Menschen hingerichtet – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Auch Saudi-Arabien verzeichnete einen deutlichen Anstieg mit mindestens 356 Exekutionen.

Auch in den USA stiegen die Zahlen von 35 auf 47 Hinrichtungen. Weitere Länder wie Singapur, Ägypten und Kuwait verzeichneten ebenfalls Zuwächse. Afghanistan, Irak, Japan, Jemen und Nordkorea gehören ebenfalls zu den Staaten, in denen 2025 die Todesstrafe vollstreckt wurde.

Drogen als Todesursache

Fast die Hälfte aller dokumentierten Hinrichtungen im Jahr 2025 stehen im Zusammenhang mit Drogendelikten. Allein im Iran betraf dies 998 Fälle. In Saudi-Arabien waren es 240, in Singapur 15 und in Kuwait 2.

Einige Länder wie Algerien, Kuwait und die Malediven erwägen sogar, ihre Gesetze auszuweiten und die Todesstrafe für Drogendelikte einzuführen. Burkina Faso und Tschad denken über die Wiedereinführung der Todesstrafe für Delikte wie Hochverrat, Terrorismus und Spionage nach.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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