Abwärtstrend bei Pflanzlichem
Nach Jahren des unaufhaltsamen Wachstums hat die Produktion von Fleischersatzprodukten in Deutschland einen ersten kleinen Knick erfahren. Im Jahr 2025 wurden hierzulande insgesamt 124.900 Tonnen vegetarischer und veganer Fleischalternativen hergestellt. Das sind 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt Destatis mitteilte. Der Wert der Produktion sank im selben Zeitraum um 2,2 Prozent auf 632,6 Millionen Euro.
Erst 2024 lag die Produktionsmenge noch bei 126.500 Tonnen. Bemerkenswert ist die Entwicklung im Vergleich zu 2019: Damals wurden lediglich 60.400 Tonnen Fleischersatzprodukte produziert. Innerhalb von sechs Jahren hat sich die Produktion mehr als verdoppelt.
Fleischkonsum stagniert, doch Produktion steigt
Ganz anders sieht die Bilanz bei herkömmlichem Fleisch aus. Hier produzierten deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr Fleisch und Fleischerzeugnisse im Wert von gut 45,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Herstellung von Fleisch übersteigt die der Fleischalternativen um ein Vielfaches. 2025 war die Fleischproduktion wertmäßig gut 70-mal so hoch wie die von Fleischersatzprodukten.
Auch beim Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Laut vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) lag der durchschnittliche Fleischkonsum 2025 bei 54,9 Kilogramm pro Person. Das ist mehr als in den beiden Vorjahren 2023 (52,9 kg) und 2024 (53,5 kg).


