Regionale Förderung wird vereinfacht

Stuttgart: Bund und Länder richten regionale GRW-Wirtschaftsförderung neu aus

Foto: Chemie-Anlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Stuttgart am frühen Morgen. Der Berufsverkehr läuft, die Straßen glitzern vom Tau. In dieser alltäglichen Szene kündigen Bund und Länder eine Neuausrichtung der GRW-Wirtschaftsförderung an. Laut dem Politikmagazin POLITICO sollen Investitionen künftig auch dann gefördert werden, wenn sie keine neuen Arbeitsplätze schaffen, dafür aber bestehende Jobs sichern. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die Beschlüsse heute vorstellen. Ziel: Prozesse vereinfachen, Produktivität stärken und Kommunen mehr Handlungsfreiheit geben.

Regionale GRW-Neuordnung

Bund und Länder haben die GRW-Wirtschaftsförderung neu geordnet. Die Reform orientiert Investitionen stärker an regionaler Produktivität. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen profitieren. Investitionen können künftig auch dann gefördert werden, wenn sie keine neuen Arbeitsplätze schaffen, dafür aber bestehende Jobs sichern. Das Beschlusspapier schenkt Kommunen mehr Freiraum. Eine Chance.

Neue Regeln im Detail

Die Reform vereinfacht die Verfahren, erhöht die Transparenz der Förderhöhe und verkürzt die Antragswege. Die Fördersumme beläuft sich 2026 auf knapp 1,3 Milliarden Euro, verteilt auf Bund und Länder. Seit den 1970er-Jahren floss mehr als 80 Milliarden Euro in die Regionen. Die Reform stärkt vor allem Regionen mit geringer Wirtschaftsleistung.

Auswirkungen auf Kommunen

Gemeinden erhalten mehr Spielraum beim Ausbau von Gewerbegebieten und bei Investitionen in Infrastruktur, damit Unternehmen zügig investieren können. Die Änderungen beschleunigen lokale Bauprojekte und verkürzen Arbeitswege. In der Praxis bedeutet das mehr Planungssicherheit und Investitionsanreize für Betriebe vor Ort.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)