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ADAC Staubilanz 2023

Stau-Chaos in Baden-Württemberg: Wenn der Asphalt zur Geduldsprobe wird

Foto: rachwal / Envato

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Das Auto, treuer Begleiter im Alltag vieler, wandelte sich im Jahr 2023 in Baden-Württemberg mehr und mehr zur Zelle unfreiwilliger Muße. Laut ADAC stieg die Anzahl der Staustunden in diesem Bundesland um knapp neun Prozent – ein Trend, der zwar weniger dramatisch ausfällt als im bundesweiten Durchschnitt, aber dennoch Nerven und Zeitpläne strapaziert. Doch was steckt hinter diesen Zahlen, und was bedeutet das für den Durchschnittsfahrer auf den Straßen von Baden-Württemberg?
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Mehr Verkehr, mehr Baustellen, mehr Staus

Im Bundesvergleich mag Baden-Württemberg mit einem Staustunden-Anstieg von „nur“ neun Prozent noch glimpflich davongekommen sein, doch die Zahl spricht Bände: 42.770 Stunden Stillstand auf den Autobahnen im Jahr 2023. Besonders betroffen: Die A8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart, ein Abschnitt, der sich deutschlandweit auf dem vierten Platz der Stau-Rankings wiederfindet. Doch was ist die Ursache für diese kilometerlangen Blechlawinen, die sich Tag für Tag durch das Ländle schlängeln?

Baustellen als Stau-Treiber

Ein signifikanter Faktor für die Stauentwicklung sind die zahlreichen Baustellen. Im vergangenen Jahr wurde an 36 bis 81 Stellen gleichzeitig auf dem Autobahnnetz Baden-Württembergs gearbeitet. Insbesondere die Dauerbaustelle bei Pforzheim sorgte für massive Verzögerungen. Die Zahlen sind beeindruckend: Allein auf diesem Abschnitt entstanden Staus mit einer Gesamtdauer von über 2.800 Stunden.

Ein Tag im Stau: Rekordverdächtige Verzögerungen

Am 29. September erreichte die Stauwut ihren Höhepunkt: Ein landesweiter Rekord mit 2.400 Staustunden an einem einzigen Tag. Ein Zeichen dafür, wie sehr der Verkehr in Baden-Württemberg an seine Grenzen stößt, besonders wenn lange Wochenenden und Feiertage den Reiseverkehr befeuern.

Staureichste Fernautobahn-Abschnitte in Baden-Württemberg

  1. Karlsruhe-Stuttgart (A8) 137 Staustunden je Kilometer Autobahn
  2. Karlsruhe-Heidelberg (A5) 69 Staustunden je Kilometer Autobahn
  3. Stuttgart-Heilbronn (A81) 62 Staustunden je Kilometer Autobahn
  4. Heidelberg-Darmstadt (A5) 48 Staustunden je Kilometer Autobahn
  5. Mannheim-Heilbronn (A6) 40 Staustunden je Kilometer Autobahn

Die Rolle des ÖPNV: Verpasste Chancen?

Trotz der Hoffnung, dass das 49-Euro-Ticket zu einer Entspannung der Verkehrslage beitragen könnte, blieben die Stauspitzen zu den Stoßzeiten unverändert hoch. Es zeigt sich, dass ohne zuverlässige und schnelle Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr der Anreiz für einen Umstieg gering bleibt. Eine Umfrage unter ADAC-Mitgliedern bestätigt: Eine bessere ÖPNV-Infrastruktur könnte tatsächlich mehr Menschen zum Umsteigen bewegen.

Tipps für genervte Autofahrer

Doch was können Autofahrer selbst tun, um das Stau-Dilemma zu mildern? Einige Tipps: Geschwindigkeitsbegrenzungen in Baustellenbereichen strikt einhalten, für ausreichenden Abstand sorgen und Überholmanöver auf ein Minimum reduzieren. So lässt sich zumindest das Risiko von Unfällen – und damit die Bildung von neuen Staus – verringern.

Blick in die Zukunft: Kann die Mobilitätswende gelingen?

Das Staujahr 2023 in Baden-Württemberg wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich die Mobilität in Deutschland stellen muss. Mehr als deutlich wird: Ohne eine grundlegende Verbesserung des öffentlichen Verkehrs und eine kluge Verkehrsplanung wird es schwer, die Verkehrswende zu realisieren. Denn nur wenn Bus und Bahn eine echte Alternative bieten, kann die Flut der Autos auf den Straßen eingedämmt werden.

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Fazit: Ein langer Weg liegt vor uns

Baden-Württemberg mag im Vergleich zum Rest der Republik noch glimpflich davongekommen sein, doch die Zahlen sind ein unüberhörbarer Weckruf. Die Stau-Problematik zeigt, dass eine nachhaltige Lösung nur in einem Umdenken in Sachen Mobilität liegen kann. Bis dahin bleibt der

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