Spahn setzt auf die „Politische Mitte“
Die Wiederwahl von Jens Spahn als Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag war keineswegs eine Überraschung. Nach einem Jahr im Amt konnte er bei der internen Wahl am Dienstag auf die Unterstützung von 86,5 Prozent seiner Fraktionskollegen zählen. Eine erneute Abstimmung wird für ihn erst wieder 2029 anstehen, die Legislaturperiode endet turnusmäßig 2029. Damit kann er seine Arbeit im Amt noch bis dahin fortsetzen.
„Zuversicht geben“ trotz schlechter Laune
Vor der Abstimmung gab sich Spahn kämpferisch. „Wir wollen, wir müssen, wir sind dazu verpflichtet, in der politischen Mitte, in dieser Koalition die Probleme zu lösen, die wir haben“, erklärte er. Er arbeite „jeden Tag“ daran, die Koalition durch die nächsten drei Jahre zu steuern. Besonders die Stimmung in der Bevölkerung liegt ihm am Herzen: „Das Wichtigste aktuell ist, Zuversicht zu geben der schlechten Laune, die es an vielen Stellen gibt, weil man die Perspektive nicht sieht“, so Spahn.
Die Zustimmungswerte bei der Union werden ohne Enthaltungen gezählt, ein Detail, das bei anderen Parteien oft anders gehandhabt wird. Nach dem deutlichen Ergebnis scheint Spahns Kurs zunächst gedeckt. Nun wird es darauf ankommen, ob er im Alltag der Regierungsarbeit die versprochene Zuversicht vermitteln kann.



