SPD-Ministerpräsidentin attackiert Kabinett
Schwesig kritisiert Bundesregierung: „Unprofessionell“
Manuela Schwesig am 08.05.2026, via dts Nachrichtenagentur
Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) hat die Vorgehensweise der Bundesregierung in der Debatte um eine mögliche 1.000-Euro-'Entlastungsprämie' scharf kritisiert. Ohne Absprache mit den Ländern habe die Ampel versucht, ein milliardenschweres Hilfspaket durchzudrücken. Dies sei "unprofessionell" und ein Zeichen, wie es "nicht mehr weiterlaufen kann", sagte Schwesig in der ARD.
Keine Infos vorab
Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich überrumpelt. Von dem Vorhaben einer 1.000-Euro-Prämie habe sie vor dem Koalitionsausschuss in der Villa Borsig nichts gehört. „Wenn man so gigantische Aufgaben hat, kann man sich nicht nur zu dritt treffen und denken, man kann das alleine lösen“, monierte Schwesig in der Sendung ‚Caren Miosga‘ am Sonntag. Sie bemängelte, dass weder eine Ministerpräsidentenkonferenz noch die Sozialpartner vorher einbezogen wurden.
Alternative statt Blockade
Gemeinsam mit ihrem bayerischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) riet Schwesig der Bundesregierung von der weiteren Verfolgung der Prämie ab. Stattdessen sprach sie sich erneut für eine grundlegende Einkommensteuerreform aus. Der Fokus müsse auf niedrigeren Belastungen für Geringverdiener liegen. „Wir haben eine Situation, wo wir eigentlich ein riesen Gesamtpaket bräuchten“, erklärte die SPD-Politikerin.
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Quelle
- (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.
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