Ministerpräsident warnt vor politischem Chaos

Schulze blickt mit Sorge auf AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt

Schulze blickt mit Sorge auf AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt

Sven Schulze am 08.05.2026, via dts Nachrichtenagentur

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) schlägt Alarm vor einem möglichen Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl im September. Er befürchtet eine von der AfD angestrebte absolute Mehrheit und eine Verdrängung der SPD, was laut Schulze zu erheblichen Verwerfungen im gesamten Bundesgebiet führen könnte. Die Umfragewerte sehen die AfD derzeit deutlich vorn.

Schwere Turbulenzen drohen

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September wirft ihre Schatten voraus. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) warnt eindringlich vor den Konsequenzen eines möglichen „Durchmarschs“ der AfD. Nach Angaben des Regierungschefs strebt die Partei an, eine absolute Mehrheit zu erringen und die SPD aus dem Landtag zu drängen.

Bundsweite Folgen befürchtet

Sollte dieses Szenario eintreten, prognostiziert Schulze „massive Turbulenzen im ganzen Land“. Die Äußerungen gegenüber der „Rheinischen Post“ verdeutlichen die Brisanz der Lage. Aktuelle Umfragen sehen die CDU bei 25 bis 26 Prozent, die SPD bei nur sechs bis sieben Prozent, während die AfD auf 38 bis 41 Prozent kommt.

Ministerpräsident wirbt um Stimmen

Schulze betonte seine eigene Spitzenposition in der Ministerpräsidentenwahl, trotz nur 100 Tagen im Amt. „Es geht um die Frage, wie Sachsen-Anhalt die nächsten fünf Jahre regiert wird, nicht um einen Denkzettel für Berlin“, so Schulze. Er rief dazu auf, für jede Stimme zu kämpfen.

AfD längst kein Ost-Thema mehr

Der CDU-Politiker unterstrich zudem, dass die AfD „längst kein reines Ost-Thema mehr“ sei. Eine direkte Verbindung zur Kanzlerfrage wies er zwar aus taktischen Gründen zurück, deutete aber an, die Bundespolitik beobachte die Entwicklungen in Sachsen-Anhalt bereits spürbar. Mit Blick auf den Vorsitz Sachsen-Anhalts in der Ministerpräsidentenkonferenz ab Oktober 2026 sagte Schulze: „Mehr muss ich sicherlich Richtung Berlin nicht sagen.“ Fragen zu Unvereinbarkeitsbeschlüssen zur Linken wies er zurück.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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