Ueber uns Werbung Kontakt Newsletter 18 C Stuttgart

Neuer Gesetzentwurf für Anwaltsnotariat

Nachwuchs-Notare: Justizministerium will Hürden senken

Nachwuchs-Notare: Justizministerium will Hürden senken

Notar (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Das Bundesjustizministerium will das Anwaltsnotariat für Nachwuchskräfte attraktiver machen. Geplant sind eine verkürzte Wartezeit nach dem Examen und flexiblere Regelungen bei der Altersgrenze, um die notarielle Versorgung im Land zu sichern. Zahlreiche Bundesländer und Anwaltsverbände haben nun bis März 2026 Zeit, Stellung zu beziehen.

Reformen für Notare

Die Notariate auf dem Land ächzen unter Nachwuchsmangel. Nun will das Bundesjustizministerium gegensteuern. Ein Gesetzentwurf soll den Zugang zum Anwaltsnotariat erleichtern und die Familienfreundlichkeit erhöhen. So könnten Volljuristen schon direkt nach dem zweiten Staatsexamen die notarielle Fachprüfung ablegen, statt wie bisher drei Jahre warten zu müssen.

Auch die nötige Berufserfahrung wird gestutzt: Statt drei Jahre reichen künftig zwei. Zeiten für Mutterschutz, Elternzeit oder Pflege werden ausdrücklich als unterbrechungsfrei anerkannt. Das soll gerade Frauen den Einstieg erleichtern und die notarielle Versorgung sichern.

Alternde Notare, dünne Personaldecke

Ein weiteres Kernstück der geplanten Reform betrifft die Altersgrenze. Bisher müssen Notare mit 70 Jahren in den Ruhestand. Diese Grenze soll auf Antrag dehnbar werden, insbesondere um die ländlichen und strukturschwachen Regionen mit Notaren zu versorgen. Wenn ausgeschriebene Stellen partout nicht besetzt werden können, sind sogar zweimalige Verlängerungen um je drei Jahre denkbar.

Der Entwurf ist nun auf dem Weg zu den Bundesländern und relevanten Verbänden. Bis zum 6. März 2026 haben diese Zeit, ihre Anmerkungen einzureichen.

Die wichtigsten Baden-Württemberg-News zuerst

Bleiben Sie bei Nachrichten, Wetter, Verkehr, Verbraucherthemen und Freizeittipps aus Baden-Württemberg immer auf dem Laufenden. Legen Sie InsideBW als bevorzugte Quelle bei Google fest und sehen Sie unsere Inhalte künftig häufiger in den Google-Nachrichten.

Jetzt InsideBW.de bei Google bevorzugen

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .