Keine Bodenbildung in Sicht

DAX startet verhalten – Analysten warnen vor trügerischer Ruhe

Foto: Frankfurter Börse, ein Symbol für den Handel, hier im ländlichen Bayern.

Der deutsche Leitindex hat den Handelstag am Dienstag kaum verändert begonnen. Zwar konnte ein erneutes Tief zu Wochenbeginn vermieden werden, Experten sehen darin jedoch keine Trendwende. Sorgen um steigende Inflation und eine angespannte geopolitische Lage belasten den Markt.

Leichter Rückgang zum Handelsstart

Der Dax navigierte am Dienstagmorgen in einem engen Korridor. Gegen 9:30 Uhr verzeichnete der Leitindex einen leichten Abschlag von 0,1 Prozent und wurde bei rund 22.550 Zählern berechnet. An der Spitze der Kursliste platzierten sich Werte wie Scout24, die Deutsche Börse und SAP. Am Ende des Feldes fanden sich dagegen Siemens Energy, Infineon und BASF.

Technischer Erholungsversuch

„Es sieht so aus, als könne der Dax ein wenig davon profitieren, dass zu Wochenbeginn ein neues Tief der Abwärtsbewegung seit Kriegsbeginn vermieden werden konnte“, erklärte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Er dämpfte jedoch umgehend die Erwartungen: „Mehr als eine technische Gegenbewegung ist das jedoch nicht.“ Eine nachhaltige Bodenbildung sei derzeit nicht in Sicht, so Stanzl.

Sektorrotation und Inflationssorgen

Unter der scheinbaren Marktruhe verbirgt sich laut Stanzl eine ausgeprägte Sektorrotation. Insbesondere KI-Aktien gerieten unter Verkaufsdruck. „Der Krieg treibt die Energiepreise nach oben und schürt damit die Angst vor wieder steigender Inflation“, führt der Analyst aus. Dies belaste vor allem Technologieaktien, da der Ausbau von KI-Rechenzentren dadurch teurer werde. Zusätzlich wachse die Sorge vor einer möglichen Heliumknappheit, die die Lieferketten in diesem Sektor empfindlich treffen könnte.

Euro legt zu, Ölpreis steigt

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagmorgen etwas fester. Ein Euro kostete 1,1467 US-Dollar. Derweil stieg der Ölpreis leicht. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 65 Cent auf 113,40 US-Dollar.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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