Importe sinken weiter, Verbrauch steigt

Niederlande bleiben Deutschlands Eier-Hauptlieferant

Niederlande bleiben Deutschlands Eier-Hauptlieferant
Foto: Eier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Trotz sinkender Gesamtimporte bleiben die Niederlande der dominierende Lieferant für frische Hühnereier in Deutschland. Im Jahr 2025 stammten fast 70 Prozent aller eingeführten Eier aus dem Nachbarland. Gleichzeitig geht die Anzahl der importierten Eier seit Jahren zurück, während der heimische Verbrauch pro Kopf weiter ansteigt.

Niederländische Eier dominieren

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 5,4 Milliarden Eier nach Deutschland importiert. Ein überwältigender Anteil davon, nämlich 3,7 Milliarden Stück oder 68,7 Prozent, kam aus den Niederlanden. Das meldete das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag. Polen sicherte sich mit 861 Millionen Eiern (15,9 Prozent) den zweiten Platz, gefolgt von Belgien mit 190 Millionen Stück (3,5 Prozent).

Importe im Abwärtstrend

Die Zahlen zeigen einen klaren Abwärtstrend bei den Eierimporten. Gegenüber dem Vorjahr wurden 3,8 Prozent weniger Eier eingeführt, insgesamt 5,4 Milliarden Stück. Seit 2015 ist der Rückgang mit 20,9 Prozent noch deutlicher: Damals importierte Deutschland noch 6,9 Milliarden Eier.

Inlandsproduktion legte zu

Während die Importe schrumpfen, hat die inländische Eierproduktion kräftig zugelegt. Innerhalb der letzten zehn Jahre stieg die heimische Produktion um 16,4 Prozent auf 13,7 Milliarden Eier im Jahr 2025. Die Exporte sanken ebenfalls deutlich: 2025 wurden 1,2 Milliarden Eier ausgeführt, ein Minus von 11,6 Prozent zum Vorjahr und gar 40,1 Prozent zum Jahr 2015.

Deutscher Appetit auf Eier wächst

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern in Deutschland hat sich im gleichen Zeitraum positiv entwickelt. Nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) griff jeder Deutsche im Jahr 2025 durchschnittlich zu 252 Eiern. Das sind vier Eier mehr als im Vorjahr und ein deutlicher Sprung gegenüber 2015, als es noch 228 Eier pro Kopf waren.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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