SPD-Fraktionschef warnt vor erstarkender AfD

Miersch schlägt Alarm: „Demokratie massiv unter Druck“

Miersch schlägt Alarm: „Demokratie massiv unter Druck“

Matthias Miersch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Matthias Miersch, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, sieht die deutsche Demokratie in einer beispiellosen Gefährdungslage. Angesichts des Aufstiegs der AfD spricht er von einem "massiven Druck". Er befürchtet negative Folgen für die staatliche Sicherheit, wie sie bereits in anderen Ländern sichtbar werden. Miersch ruft die Bürger zur Wachsamkeit auf.

Gefahr für staatliche Strukturen

Die Sorge um den Zustand der Demokratie in Deutschland ist groß. Matthias Miersch (SPD) sprach am Montag gegenüber dem TV-Sender „Welt“ von einer Situation, die er „meines Erachtens noch nie in der Bundesrepublik Deutschland“ erlebt habe. Die Demokratie stehe „massiv unter Druck“, so Miersch. Er verband seine Warnung mit einem Blick auf andere Länder, die zeigen würden, wozu diese Entwicklung führen könne.

Besondere Bedenken äußerte Miersch bezüglich der potenziellen Auswirkungen eines Wahlsiegs der AfD auf die staatliche Sicherheitsarchitektur. Er stimmte damit dem thüringischen Innenminister Georg Maier (SPD) zu. Maier hatte am Wochenende darauf hingewiesen, dass die Einbindung der AfD in Gremien, die sich mit Verfassungsschutzfragen befassen, besonders kritisch werden könnte. Es bestehe die Gefahr, dass sensible Informationen an Gruppen weitergegeben werden könnten, die selbst im Fokus von Ermittlungen stünden.

Miersch betont, dass Fragen zur Widerstandsfähigkeit von Behörden und Gerichten nun dringend auf die politische Agenda gehörten.

Appell an die Bürger

Zugleich appellierte der SPD-Politiker an die Bürgerinnen und Bürger, sich der Tragweite der aktuellen Entwicklungen bewusst zu werden. „Was auf dem Spiel steht“, sei entscheidend, so Miersch. Er würdigte Deutschland trotz seiner Defizite als ein Land, in dem „viele Menschen auf dieser Welt“ gerne leben würden. Seine Hoffnung sei, dass die Demokraten diese „Auseinandersetzung“ letztlich gewinnen.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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