Keine Beitragserhöhungen geplant

Union bremst Pflegereform: „Beitragszahler nicht belasten“

Seniorin mit Helferin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die geplante große Pflegereform soll nicht zu höheren Beiträgen für die Bürger führen. Das fordert Steffen Bilger, parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion. Zwar steigen die Kosten im Pflegebereich rasant an, doch eine Mehrbelastung der Beitragszahler lehnt die Union ab. Stattdessen soll das Paket mit weiteren Gesetzesvorhaben vor der Sommerpause auf den Weg gebracht werden. Einsparungen und Haushaltsmittel sollen die Finanzierung sichern.

Union setzt auf Stabilität bei Pflegebeiträgen

Die geplante Pflegereform soll nach dem Willen der Union keine zusätzlichen Kosten für die Bürger bedeuten. „Die Beitragszahler dürfen nicht weiter belastet werden“, sagte Steffen Bilger, parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, den Sendern RTL und ntv. Ziel sei es, die Beiträge für die Pflegeversicherung stabil zu halten.

Gleichzeitig schloss Bilger eine dauerhaft stark steigende finanzielle Beteiligung des Bundeshaushalts an den sozialen Sicherungssystemen aus. „Wir können auch nicht dauerhaft immer mehr Geld aus dem Bundeshaushalt in die sozialen Sicherungssysteme zuschießen“, so der Unionspolitiker. Daher müssten bei der anstehenden Gesundheits- und Pflegereform Einsparungen vorgenommen werden. Die genauen Details müssten noch erörtert werden.

Zeitdruck vor der Sommerpause

Bilger erwartet, dass die geplanten Reformen, ähnlich wie von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) befürwortet, in einem großenGesetzespaket vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedet werden. Die Ergebnisse der Rentenkommission und einer bereits beschlossenen Sozialstaatsreform sollen laut Bilger mit einfließen. Auch eine Steuerreform sei geplant.

Am weitesten fortgeschritten sei die Gesundheitsreform, die bereits im Kabinett beschlossen wurde und nun im Bundestag beraten wird. „Wir müssen auf jeden Fall mit der Gesundheitsreform bis zur Sommerpause durch den Bundestag kommen“, betonte Bilger. Bei anderen Themen, wie der Pflegereform, gebe es ebenfalls Zeitdruck, um die zügige Umsetzung zu gewährleisten.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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