Berlin als Schauplatz der Annäherung
Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die strategische Bedeutung Portugals für die deutsche Wirtschaft hervorgehoben. Im Mittelpunkt seines Gesprächs mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten Luís Montenegro stand die Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder.
Besonders im Bereich der Digitalisierung sieht Merz Synergien. Die IT-Expertise deutscher Unternehmen sei in Portugal gefragt, betonte der Kanzler. Entsprechende Ministerien beider Länder arbeiten demnach bereits an konkreten Projekten zur Modernisierung ihrer Gesellschaften. Auch eine Kooperation zwischen Lufthansa und der portugiesischen Fluggesellschaft TAP birgt aus Merzens Sicht „große Chancen“.
Montenegro bestätigte die Wichtigkeit deutscher Unternehmen für die Wirtschaft Portugals. Die Exporte im Technologiebereich seien zuletzt um 150 Prozent gestiegen, ein Beleg für die enge Verflechtung beider Volkswirtschaften, so der Ministerpräsident. Beide Regierungschefs sprachen sich für den Ausbau des Handels durch weitere Handelsabkommen aus.
Auch im Bereich der Verteidigungspolitik könnten die Beziehungen künftig enger werden. Merz verwies auf die mögliche Beschaffung des „Boxer“-Systems durch Portugal. Eine solche Entscheidung könne die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte beider Länder weiter verbessern.



