Klarheit statt leere Worte
Günter Krings, stellvertretender Fraktionschef der Union, sieht die CDU/CSU in einer Schlüsselrolle für die Stabilität der Bundesregierung. Nach der Wiederwahl von Jens Spahn zum Fraktionschef betonte Krings im Sender Welt die Notwendigkeit, gegenüber der SPD deutlicher aufzutreten. „Ihr müsst mal da richtig mit der Faust auf den Tisch hauen“, sei ein typischer Satz aus seinem Wahlkreis, so Krings. Er selbst halte aber wenig von solchen öffentlichen Drohgebärden, da diese oft wirkungslos blieben. Wichtiger sei es, Ergebnisse zu liefern.
Tempo und Sparsamkeit gefordert
Krings räumte ein, dass die Union in den ersten Monaten der Regierung viel bewegt habe, das Tempo aber zuletzt nachgelassen habe. Hier müsse die Fraktion wieder zulegen. Die Führungsriege um Jens Spahn müsse auch auf Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) einwirken. „Ein Finanzminister muss wissen, dass sein Amt verlangt, dass man auch sparen kann und auch den Willen hat zum Sparen“, forderte Krings. Konsumtive Ausgaben müssten kritisch hinterfragt werden, und „kein Haus, auch kein SPD-Haus verschont werden“. Dies sei die Handschrift, die die Menschen von der Union erwarteten.
Spahn im Fokus
Die Wiederwahl Jens Spahns sei ein klares Signal für Stabilität. Krings wies auf die schlechten Umfragewerte Spahns hin, meinte aber, dass erst am Ende abgerechnet werde. Nun gehe es darum, bei den politischen Projekten voranzukommen.


