Banaszak fordert SPD zum Stopp auf

Grüne attackieren Heizungsreform: „Unverantwortlicher Schmarrn“

Grüne attackieren Heizungsreform: „Unverantwortlicher Schmarrn“

Eine Gasheizung (Archiv), symbolisch für das Thema des „Heizungsgesetzes“. (Symbolbild/Archiv)

Die Grünen halten wenig von den Plänen zur Novelle des "Heizungsgesetzes". Grünen-Chef Felix Banaszak wirft der Regierung vor, das Klimaziel 2045 zu gefährden. Insbesondere die SPD wird nun aufgefordert, dem Gesetzentwurf nicht zuzustimmen. Andernfalls drohe ein Glaubwürdigkeitsverlust in Klimafragen.

Kritik aus den eigenen Reihen

Der Referentenentwurf zur Reform des sogenannten „Heizungsgesetzes“ aus dem Bundeswirtschaftsministerium sorgt für Unmut bei den Grünen. Grünen-Chef Felix Banaszak hat den Entwurf von Ministerin Katherina Reiche (CDU) scharf kritisiert. Er appellierte an die SPD, dem Vorhaben nicht zuzustimmen. „Wenn für diesen unverantwortlichen Schmarrn im Gesetzentwurf auch nur ein Sozialdemokrat die Hand gehoben hat, ist die Glaubwürdigkeit der SPD in Klimafragen beerdigt“, sagte Banaszak gegenüber „Politico“.

„Nebenkosten steigen, Klimaziele versemmelt“

Banaszak wirft der schwarz-roten Koalition vor, falsche Versprechungen zu machen. Zwar behaupte die Regierung, die Klimaziele bis 2045 einzuhalten. „Tatsächlich werden mit diesem Gesetz die Nebenkosten steigen – und die Klimaziele gleich mit versemmelt“, so der Grünen-Chef. Er beklagt, dass der Entwurf kein Verbot fossiler Brennstoffe nach 2045 vorsieht. Statt einer echten Wärmewende sehe er lediglich einen „Rückbau“.

Profite für Öl- und Gaskonzerne

Nach Ansicht von Banaszak profitieren von den neuen Plänen nur die Öl- und Gaskonzerne. Deren Geschäftsmodelle würden um Jahrzehnte verlängert, während andere Länder auf Elektrifizierung setzen. Deutschland verliere damit seine technologische Führerschaft. Der Grüne befürchtet außerdem Chaos bei Wärmeplanung und Infrastruktur sowie eine Zementierung neuer Abhängigkeiten von fossilen Importen.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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