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Tourismus-Verband kritisiert Anhebung

Mehrwertsteuererhöhung in der Gastronomie: Ein Stolperstein für den Tourismus?

Tourismusstaatssekretär Dr. Patrick Rapp
Foto: © TMBW, Foto: Thomas B. Jones

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In einer kritischen Betrachtung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen hebt Dr. Patrick Rapp, Präsident des Tourismus-Verbands Baden-Württemberg, die negativen Auswirkungen der kürzlich beschlossenen Mehrwertsteuererhöhung auf Speisen in der Gastronomie hervor. Dieser Schritt wird als hinderlich für den Tourismussektor in ganz Deutschland und insbesondere für Baden-Württemberg, einem der führenden Tourismusziele des Landes, angesehen.

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Druck auf Gastronomie und Tourismus

Das auslaufen der Merhrwertsteuersenkung auf 7 Prozent kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Gastronomiebetriebe noch mit den Nachwirkungen der vergangenen herausfordernden Jahre kämpfen. Dr. Rapp macht deutlich, dass diese Entscheidung den Tourismusakteuren zusätzliche Lasten auferlegt. Steigende Einkaufspreise, vor allem im Bereich Energie und qualitativ hochwertiger Lebensmittel, haben bereits die Kostenstrukturen der Unternehmen belastet. Viele Gastronomen befürchten nun, aufgrund steigender Preise Kunden zu verlieren, was ihre Existenz und die ihrer Angestellten bedroht.

Auswirkungen auf das touristische Angebot

Nicht nur die Gastronomiebetriebe sind betroffen. Dr. Rapp betont, dass sich die Auswirkungen auf das gesamte touristische Angebot erstrecken werden – von Wander- und Radwegen bis hin zu Freizeitattraktionen. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Innenstädte beeinflusst, da viele Freizeit- und Tourismusangebote sowie der Einzelhandel eng mit der Gastronomie verknüpft sind.

Angriff auf nachhaltige Wertschöpfungsketten

Ein weiterer kritischer Punkt, den Dr. Rapp anführt, ist die Bedrohung für das Ziel, regionale, nachhaltige und hochwertige Wertschöpfungsketten aufzubauen. Die Mehrwertsteuererhöhung untergräbt nach seiner Meinung die Bemühungen, lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und nachhaltige Praktiken in der Tourismusbranche zu fördern.

Kritik an der Regierungspolitik

Dr. Rapp äußert sich auch kritisch zur Politik der Ampelregierung in Berlin. Er hätte sich einen besonneneren und konstruktiveren Umgang mit der Thematik gewünscht. Die von der Regierung beklagten Steuermindereinnahmen aus der Gastronomie stehen nach seiner Ansicht nicht in direktem Zusammenhang mit dem Defizit im Bundeshaushalt. Eine dauerhafte, einheitliche und verlässliche Mehrwertsteuer für Übernachtungen und Speisen könne eine Lösung sein, schlägt er vor, und merkt an, dass dies auch den Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen EU-Staaten beseitigen würde.

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Zusammenfassung und Ausblick

Die Anhebung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie wirft somit zahlreiche Fragen auf und stellt eine Herausforderung für den Tourismussektor dar. Die Implikationen reichen von unmittelbaren finanziellen Belastungen für Gastronomiebetriebe bis hin zu langfristigen Auswirkungen auf die gesamte Tourismusbranche und verwandte Sektoren. Dr. Rapp hebt hervor, dass ein Umdenken in der Politik notwendig ist, um die Tourismusbranche in Deutschland, insbesondere in Regionen wie Baden-Württemberg, zu unterstützen und zu stärken.

Die Diskussion um die Mehrwertsteuerer in der Gastronomie und ihre Auswirkungen bleibt ein wichtiges Thema, das weiterhin Beobachtung und Engagement sowohl von politischen Entscheidungsträgern als auch von Akteuren der Tourismusbranche erfordert.

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