Patient stirbt nach Polizeieinsatz

Mannheim: 34-Jähriger stirbt nach Zwangsanwendung im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden

Polizeifahrzeug mit Blaulicht und digitalem Display.

Foto: Polizei BW

Am 17. Mai 2026 kam es im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) zu einer Eskalation. Der 34‑jährige Patient, seit mehreren Wochen freiwillig untergebracht, wurde von Pflegepersonal und einer Stationsärztin beruhigt und fixiert. Polizeibeamte des Reviers Wiesloch wurden zur Unterstützung gerufen. Nach kurzer Zeit kollabierte der Mann, wurde reanimationspflichtig und verstarb um 00:34 Uhr.

Ereignisablauf

Gegen 23:25 Uhr zeigte der Patient aggressives Verhalten. Pflegekräfte und die Stationsärztin versuchten, ihn zu beruhigen und zu fixieren. Der Patient wehrte sich mit großer Kraftanstrengung, sodass Polizeikräfte angefordert wurden.

Nach dem Eintreffen der Beamten aus dem Polizeirevier Wiesloch wurde unmittelbarer Zwang zur Fixierung angewendet. Der Patient leistete am stärksten Widerstand, kollabierte während der Fixierung und musste sofort wiederbelebt werden. Trotz medizinischer Maßnahmen wurde sein Tod um 00:34 Uhr festgestellt.

Einsatzdetails

Unterstützt wurden Pflegepersonal, die Stationsärztin und mehrere Polizeibeamte des Reviers Wiesloch. Die genaue Zahl der eingesetzten Kräfte wurde nicht genannt. Ziel des Einsatzes war die sichere Fixierung des Patienten.

Ermittlungsstand

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg prüft, ob sich die an der Fixierung beteiligten Personen wegen fahrlässiger Tötung strafbar gemacht haben. Eine Obduktion zur Klärung der Todesursache wurde unverzüglich in Auftrag gegeben. Weitere Ermittlungen erfolgen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Heidelberg durch das LKA Baden‑Württemberg. Nach derzeitigem Stand können wegen der laufenden Untersuchungen keine weiteren Informationen veröffentlicht werden.

Quelle
  • Landeskriminalamt Baden-Württemberg

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