„Der soll uns nicht weiter nerven“
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat sich deutlich von den Plänen des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) distanziert, einen internationalen Klimanotstand auszurufen. Aiwanger bezeichnete Lauterbachs Vorschlag als „Unfug“ und forderte ihn auf, die Menschen in Ruhe zu lassen.
Lauterbachs „Geschäftsmodell Panik“
Nach Ansicht des bayerischen Ministers verbreitet Lauterbach mit seinem „Geschäftsmodell“ gezielt Panik. Aiwanger mutmaßte, dass Lauterbach möglicherweise selbst unter Panikattacken leide und diese auf die gesamte Bevölkerung übertrage. Die Idee, weltweit einen Klimanotstand auszurufen und dabei auf Maßnahmen zurückzugreifen, die aus der Corona-Pandemie bekannt seien, sei schlichtweg unsinnig. Er kritisierte zudem das vermeintliche Vorgehen von „selbsternannten Experten“, die Regierungen bevormunden wollten.
Klimawandel: Unsicherheit statt Weltuntergangsstimmung
Aiwanger versicherte, dass auch er nicht „ohne Not fossile Energieträger verballern“ wolle. Gleichzeitig betonte er jedoch die wissenschaftliche Unsicherheit bezüglich der tatsächlichen Gefahren des Klimawandels. Er verwies auf widersprüchliche Klimaprognosen und erklärte, dass es wissenschaftlich nicht bewiesen sei, wie schlimm die Situation wirklich werde. „Wir wissen es nicht“, so Aiwanger. Er sprach sich dafür aus, die Zerstörung der Wirtschaft und die Verunsicherung der Menschen zu beenden. Aiwanger zog einen Vergleich zur mittelalterlichen Kirche, die vor der Hölle gewarnt habe, während heute vor der Klimakatastrophe gewarnt werde, um dann in Wirtschaft und Industrie „hineinzupfuschen“.
CO2-Abgabe: „Zu viel Geld“ für Bürger
Die derzeitige CO2-Abgabe in Deutschland hält Aiwanger für schädlich und fordert deren Abschaffung. Er kritisierte die „CO2-Abgaberitis“, die seiner Meinung nach die deutsche Industrie kaputt mache. Zwar erkenne er an, dass die Bundesregierung „genug für die Eindämmung der CO2-Ausstöße“ tue, dies koste die Bürger aber „zu viel Geld“. Aiwanger befürchtet, dass die fortlaufende Erhöhung der CO2-Abgabe lediglicht zur Verlagerung von Arbeitsplätzen nach China führe, anstatt das Problem effektiv zu lösen.

