Schufas Reform wird scharf kritisiert

Linke fordert Auflösung der Schufa – „nicht reformierbar“

Linke fordert Auflösung der Schufa – „nicht reformierbar“
Foto: Janis Ehling (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Linke hält nichts von der jüngsten Reform des Schufa-Scores und fordert stattdessen die komplette Abschaffung der Auskunftei. Zentraler Kritikpunkt seien Intransparenz und ein möglicher Diskriminierungsgrad. Das private Unternehmen sammle und speichere zu viele persönliche Daten, so die Partei.

Datenkrake Schufa? Linke will Auskunftei liquidieren

Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Janis Ehling, hat die jüngste Reform des Schufa-Scores scharf kritisiert und stattdessen die komplette Abschaffung der Auskunftei gefordert. „Die Schufa ist nicht reformierbar, sie gehört abgeschafft“, sagte Ehling dem Nachrichtenportal „Watson“.

Es dürfe nicht sein, dass ein privates Unternehmen „intimste Informationen“ über Millionen von Bürgern sammle und unbegrenzt speichere. Zudem sei unklar, was genau mit diesen Daten geschehe. Die Kritik richtet sich auch gegen den neuen Score, der nach Ansicht{Ehling} bestimmte Gruppen diskriminiere. Die prozentuale Gewichtung der einzelnen Faktoren bleibe weiterhin intransparent und wenig nachvollziehbar.

Die Linke fordert die Bundesregierung auf, die Schufa als Aktiengesellschaft aufzulösen. Stattdessen soll eine staatliche Behörde entstehen, die neutral und transparent agiert. Eine solche Stelle müsse Menschen im Umgang mit Schulden unterstützen und ihnen helfen, aus der Schuldenfalle zu entkommen, so die Partei.

Zur Begründung verweist Ehling auf die hohe Anzahl überschuldeter Menschen in Deutschland. „Fast 6 Millionen Menschen sind überschuldet, auch weil das Leben in Deutschland unbezahlbar wird.“ Angesichts steigender Mieten, Lebensmittel- und Energiepreise seien viele gezwungen, selbst für einfache Anschaffungen Kredite aufzunehmen.