Nach Auslaufen des Tankrabatts: Dringender Ruf nach Anschlusslösung

Landkreise schlagen Alarm: „Keine Anzeichen für sinkende Spritpreise“

Landkreise schlagen Alarm: „Keine Anzeichen für sinkende Spritpreise“

Eine Tankstelle, symbolisch für die aktuellen Debatten um Spritpreise (Archivbild), via dts Nachrichtenagentur

Der Deutsche Landkreistag warnt vor den Folgen des auslaufenden Tankrabatts. Ohne schnelle Nachfolgeregelung fürchten vor allem Menschen in ländlichen Regionen massive finanzielle Belastungen. DLT-Präsident Achim Brötel fordert von der Bundesregierung jetzt konkrete Entlastungspläne, um die Auswirkungen hoher Spritpreise abzufedern und gleichzeitig Koalitionsstreit zu vermeiden.

Sorge vor neuen Härten im Sommer

Der Stopp der Einmalzahlung und das baldige Auslaufen des Tankrabatts Ende Juni lassen die Alarmglocken beim Deutschen Landkreistag (DLT) schrillen. Gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sprach DLT-Präsident Achim Brötel von einer besorgniserregenden Entwicklung.

Die geopolitische Lage spricht laut Brötel nicht für eine baldige Entspannung bei den Energiepreisen. „Wenn man sich die geopolitische Lage anschaue, sehe es für mich nicht nach einem baldigen Absinken der Energiepreise aus“, zitiert die Zeitung den Präsidenten.

Ländliche Räume besonders betroffen

Das bedeute, die Regierung müsse sich jetzt damit auseinandersetzen, wie Betroffene auch nach Ende Juni Entlastung erfahren können. „Dafür braucht es rechtzeitig eine Lösung, aber nicht schon wieder den nächsten Streit innerhalb der Koalition“, mahnte Brötel.

Besonders in ländlichen Gebieten seien hohe Spritkosten eine existenzielle Herausforderung. Die Wege zur Arbeit seien dort meist deutlich länger, was die Belastung verschärfe. Brötel betont, dass es zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse zwingend einen Ausgleich geben müsse.

Alternative Instrumente denkbar

Ob dieser Ausgleich über eine angepasste Pendlerpauschale, eine erneute Tankrabatt-ähnliche Regelung oder andere Maßnahmen erfolge, sei zweitrangig. Entscheidend sei, dass die Hilfe auch die Menschen abseits der Städte erreiche.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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