Umfrage zeigt Verhaltensänderungen im Alltag

Iran-Krieg treibt Sparsamkeit: Zwei Drittel der Deutschen drosseln Energieverbrauch

Iran-Krieg treibt Sparsamkeit: Zwei Drittel der Deutschen drosseln Energieverbrauch

Tankstelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der volatile Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat direkte Auswirkungen auf das Verhalten vieler Bundesbürger. Eine aktuelle Umfrage enthüllt, dass zwei Drittel der Deutschen ihren Energieverbrauch reduzieren. Vor allem beim Strom und Heizen greifen sie zu Sparmaßnahmen, während ein Umstieg auf fossile Brennstoffe noch zögliche Reaktionen hervorruft.

Sparsamkeit als Dauerzustand?

Die gestiegenen Energiepreise infolge des schwelenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran scheinen viele Deutsche zum Innehalten zu bewegen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Innofact im April 2026 zeigt, dass gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) ihren Energieverbrauch bewusster gestalten. Einfache Einsparungen im Alltag scheinen dabei die erste Wahl zu sein.

Alltagsumstellung im Detail

Rund 56 Prozent der Befragten vermeiden den Stand-by-Betrieb von Elektrogeräten, während 52 Prozent ihren generellen Stromverbrauch senken. Auch die Heizkörper bleiben kühler, denn 55 Prozent drehten die Temperatur herunter. Warmwasser wird ebenfalls rationierter genutzt: Hier gaben 47 Prozent an, zu sparen. Mobilität ist ein weiterer Bereich: Wegen hoher Spritpreise lassen 48 Prozent häufiger das Auto stehen. Dafür greifen 29 Prozent öfter zum Fahrrad und 24 Prozent nutzen öfter Bus und Bahn.

Die Unbeeindruckten

Allerdings spart nicht jeder. Gut ein Viertel (27 Prozent) der Befragten gab an, keine Energie einzusparen. Die Mehrheit dieser Gruppe (52 Prozent) begründete dies damit, bereits zuvor sparsam gewesen zu sein und kein weiteres Einsparpotenzial zu sehen. Besonders die Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen (65 Prozent) vertritt diese Haltung. Für 22 Prozent sind die gestiegenen Kosten finanziell verkraftbar, während 18 Prozent ihre Gewohnheiten nicht ändern wollen und weitere 18 Prozent die Mehrkosten kaum bemerken.

Abkehr von Fossilen – aber zögerlich

Ein radikaler Umstieg weg von fossilen Brennstoffen ist für viele Deutsche indes noch kein Thema. Zwar haben 23 Prozent bereits Schritte in diese Richtung unternommen und weitere 38 Prozent planen dies, doch mit 40 Prozent bleibt eine beträchtliche Gruppe untätig – trotz steigender Kosten und Debatten um die Versorgungssicherheit.

Sonnenenergie im Kommen

Wer bereits reagiert hat, setzt auf Energiesparmaßnahmen (48 Prozent) und vermehrt auf Sonnenenergie (68 Prozent). Aufwendigere Investitionen wie Gebäudedämmung (26 Prozent), neue Heizsysteme (19 Prozent) oder der Umstieg auf ein Elektroauto (22 Prozent) werden seltener umgesetzt. Ähnlich sieht es bei dener Zielen aus: Verbrauchsreduktion (49 Prozent) und Solarlösungen (46 Prozent) stehen im Vordergrund. Strukturelle Veränderungen wie neue Heizungen (16 Prozent) oder Gebäudedämmung (13 Prozent) scheinen weniger Priorität zu haben.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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