Minister signalisiert Kompromissbereitschaft

Klingbeil öffnet sich für günstigere Altersvorsorge

Klingbeil öffnet sich für günstigere Altersvorsorge
Foto: Archivbild: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD)

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zeigt sich vor der entscheidenden Anhörung im Bundestag offen für eine niedrigere Kostengrenze beim geplanten Altersvorsorgedepot. Verbraucherschützer und der Bundesrat hatten bereits zuvor auf eine Senkung gedrängt. Ziel ist ein verbraucherfreundlicheres Standardprodukt.

Kosten deckeln

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat kurz vor einer wichtigen Anhörung im Bundestag Signalstärke für Änderungen am Gesetz zur Reform der Altersvorsorge gezeigt. Er betonte gegenüber der „Welt am Sonntag“, dass eine Begrenzung der Kosten für das geplante Standardprodukt im Fokus stehe. „Wo der exakt ansetzt, da bin ich in den anstehenden Beratungen im Parlament offen für eine gute Lösung“, sagte Klingbeil und signalisierte damit Kompromissbereitschaft.

Mehr Wahl und Wettbewerb

Die Reform soll nach Klingbeils Worten auch für mehr Wahlfreiheit und Transparenz sorgen, was wiederum den Wettbewerb stärken und zu niedrigeren Kosten führen soll. „Damit wird die private Altersvorsorge zukünftig für alle Einkommen eine bessere Ergänzung zur gesetzlichen Rente“, so der Minister.

Widerstand gegen 1,5 Prozent

Derzeit sieht der Gesetzesentwurf aus dem Bundesfinanzministerium eine Kostenobergrenze von 1,5 Prozent für das Standardprodukt vor. Diese Höhe hatte jedoch nicht nur bei Verbraucherschutzverbänden, sondern auch im Bundesrat für deutlichen Widerstand gesorgt. Die Länderkammer argumentierte, eine solch hoch angesetzte Obergrenze laufe dem Ziel eines transparenten und verbraucherfreundlichen Produkts zuwider.

Staatlicher Zuschuss

Das geplante Standardprodukt soll Sparern ermöglichen, mit wenigen Klicks im Internet in eine breite Palette von gemanagten Fonds, ETFs und Staatsanleihen zu investieren. Der Staat will dies mit Zulagen unterstützen: Die ersten 1.200 Euro werden mit 30 Cent pro eingezahltem Euro bezuschusst, weitere 600 Euro erhalten jährlich 20 Cent Zulage.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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