Diplomatischer Drahtseilakt
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi weilt zu Gesprächen in Pakistan. Parallel dazu wird eine US-Delegation unter der Leitung von Steve Witkoff und Jared Kushner an diesem Wochenende in Islamabad erwartet. Doch Klarheit über mögliche diplomatische Annäherungen gibt es bislang nicht. Offiziell sind keine direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran geplant.
Iranische Gespräche und Reisepläne
Araghchi hat bereits erste Treffen mit führenden pakistanischen Politikern absolviert. Sein pakistanischer Amtskollege Ishaq Dar sowie der pakistanische Generalstabschef Asim Munir gehörten zu seinen Gesprächspartnern. Medienberichten zufolge soll Araghchi im Anschluss an die Gespräche in Pakistan weiter nach Oman und Russland reisen.
US-Vizepräsident bereit
Die USA hatten zuvor angekündigt, dass Vizepräsident JD Vance bereitstehe, die US-Seite in Pakistan zu verstärken, falls dies nötig werden sollte. Präsident Donald Trump deutete an, dass der Iran möglicherweise ein Angebot vorbereite, zeigte sich aber über dessen Inhalt und die zukünftige Ausrichtung der Gespräche im Unklaren.
Geopolitisches Spannungsfeld
Die diplomatischen Bemühungen finden vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen statt. Im Nahen Osten setzen die israelische Armee und die Hisbollah ihre militärischen Auseinandersetzungen fort, obwohl beide Seiten sich gegenseitig der Verletzung eines Waffenstillstands beschuldigen. Israel hat erneut die Zivilbevölkerung im Süden des Libanon zur Vorsicht angehalten.
Hinrichtung im Iran
Zusätzlich zu den internationalen Verwicklungen gibt es im Iran beunruhigende Entwicklungen. Ein Mann, der an landesweiten Protesten im Januar teilgenommen haben soll, wurde hingerichtet. Ihm wird vorgeworfen, für den israelischen Geheimdienst gearbeitet zu haben.

