Schwacher Wert für CDU/CSU

Insa-Umfrage: AfD zieht erstmals an der Union vorbei

Friedrich Merz und Alice Weidel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die AfD liegt im aktuellen „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Insa erstmals fünf Prozentpunkte vor der Union. Die Partei erreicht 28 Prozent, CDU und CSU fallen auf 23 Prozent – der schwächste Wert seit über vier Jahren. Auch SPD und Grüne liegen aktuell bei 13 Prozent. Die Koalitionspartner verlieren seit der Bundestagswahl 2025 signifikant an Zuspruch.

Politische Kräfteverhältnisse vor Verschiebung?

Die jüngste Umfrage des Instituts Insa zeichnet ein beunruhigendes Bild für die etablierten Parteien. Erstmals in der Geschichte des „Sonntagstrends“ überholt die Alternative für Deutschland (AfD) die Christdemokraten und Christsozialen. Mit 28 Prozent liegt die AfD nun fünf Punkte vor der Union, die auf nur noch 23 Prozent absackt. Dies markiert den niedrigsten Stand für CDU und CSU seit mehr als vier Jahren.

Auch die Sozialdemokraten spüren den Gegenwind. Die SPD verliert einen Prozentpunkt und steht nun bei 13 Prozent. Gemeinsam erreichen Union und SPD, die Kernpfeiler der aktuellen Bundesregierung, nur noch 36 Prozent der Stimmen. Die Grünen notieren ebenfalls bei 13 Prozent. Während die Linke bei 11 Prozent stabil bleibt, dümpeln das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und die FDP unverändert bei jeweils 3 Prozent.

Millionen Wähler abgewandert

Die Zahlen sind alarmierend: Seit der Bundestagswahl 2025 haben die beiden Koalitionspartner laut Insa-Auswertung rund ein Fünftel ihrer damaligen Wähler verloren. Hermann Binkert, Chef des Meinungsforschungsinstituts, gab gegenüber der „Bild am Sonntag“ zu bedenken: „Wenn sich dieser Trend verfestigt, steht Deutschland vor einer massiven Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse.“ Die Befragung des Instituts beruht auf den Antworten von 1.200 Personen, die zwischen dem 4. und 8. Mai 2026 befragt wurden. Ob die Umfrageergebnisse eine Momentaufnahme oder eine tiefgreifende Veränderung der Wählergunst anzeigen, wird die weitere politische Entwicklung zeigen müssen.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .