Druck auf Tesla erhöhen
Die IG Metall schlägt Alarm: Die Arbeit in Teslas Gigafactory in Grünheide sei laut einer internen Umfrage ein täglicher Knochenjob. Bezirksleiter Jan Otto sprach gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ von einer Realität, in der Entlastung nur bei Produktionsausfällen eintrete. Der bisherige Betriebsrat habe nach Ansicht der Gewerkschaft wenig unternommen, um den Druck auf die Belegschaft zu mindern.
Zehn-Punkte-Plan für mehr Fairness
Aktuell hält ein mit dem Management verbundener Betriebsrat die Mehrheit. Die IG Metall, die 40 Prozent der Sitze innehat, gerät immer wieder mit dieser Fraktion aneinander. Nun legt die Gewerkschaft einen Zehn-Punkte-Plan vor, der unter anderem „Schluss mit der Vetternwirtschaft“ fordert. Beförderungen sollen demnach Leistung und Qualifikation folgen, nicht die Beziehung zu Vorgesetzten.
Weniger Stress, mehr Menschen
Auch weniger Stress steht auf der Forderungsliste. „Wenn wir mehr produzieren sollen, brauchen wir mehr Leute“, erklärt Otto. Teams, die unterbesetzt seien, müssten zu langsameren Bandgeschwindigkeiten führen, um das Wohl der Mitarbeiter zu schützen. „Unsere Gesundheit ist wichtiger als Manager-Boni und Rendite“, so der Bezirkschef weiter. Die IG Metall-Kandidaten fordern Respekt vom Arbeitgeber, inklusive eines fairen Umgangs bei Krankheit und ein Ende des Drucks auf erkrankte Mitarbeiter.


