Sänger warnt vor KI-Flut

Howard Carpendale: „Lernt Basketball statt Musik“

Howard Carpendale: „Lernt Basketball statt Musik“
Foto: Basketball-Spiel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Musik-Ikone Howard Carpendale schlägt Alarm: Eine Karriere in der Musikbranche ist für Nachwuchskünstler angesichts der zunehmenden Fähigkeiten von Künstlicher Intelligenz und der schieren Masse neuer Veröffentlichungen kaum noch realistisch. Er rät zu alternativen Lebensplänen.

Gescheiterte Hoffnungen in der Musikbranche

Howard Carpendale, eine feste Größe in der deutschen Musiklandschaft, malt ein düsteres Bild für zukünftige Musiker. Die rasanten Fortschritte der Künstlichen Intelligenz bei der Komposition von Musik und die schiere Überflutung des Marktes mit neuen Titeln machen es jungen Talenten nahezu unmöglich, Fuß zu fassen. Täglich würden weltweit rund 80.000 neue Songs veröffentlicht, was die Konkurrenz immens verschärft.

Carpendale, der selbst auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken kann, rät denjenigen, die dennoch den Weg in die Musik suchen, zu einer pragmatischen Herangehensweise. „Lade deine Lieder hoch und bete. Anders geht es nicht“, zitiert die „Neue Osnabrücker Zeitung“ den 80-Jährigen. Angesichts dieser Aussichten empfiehlt er augenzwinkernd, aber mit ernstem Hintergrund: „Lernt Basketball. Da hat man bessere Chancen, sein Leben zu finanzieren, als mit Musik.“

Auch für sich selbst hat der Entertainer keine großen kommerziellen Erwartungen mehr. „Ich rechne nicht damit, dass ich jemals wieder einen großen Hit haben würde“, erklärt Carpendale. Sein vernichtendes Urteil über den aktuellen Zustand der Branche: „Die Branche ist kaputt.“