Berlin steht weiterhin unter Schock nach dem Anschlag auf die Stromversorgung am 3. Januar 2026. Bei einem Brandanschlag im Südwesten Berlins wurden mehrere Starkstromkabel beschädigt. Dies führte zu tagelangen Ausfällen für rund 45.000 Privathaushalte und 2.200 Gewerbekunden, darunter auch Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Die Notrufnummern waren teilweise nur eingeschränkt erreichbar.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch die Täter sind noch flüchtig. Ein Bekennerschreiben der sogenannten „Vulkangruppen“ gibt der Tat eine besorgniserregende Dimension. Sie beanspruchten den Anschlag für sich und erklärten, sie hätten das Heizkraftwerk in Berlin-Lichterfelde „erfolgreich sabotiert“. Solche Taten sind kein Einzelfall: Seit 2011 gab es in Berlin und Brandenburg immer wieder Brandanschläge auf Infrastruktur, zu denen sich ähnliche Gruppierungen bekannten.
Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das unter anderem wegen Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, verfassungsfeindliche Sabotage und Brandstiftung geführt wird. Das BKA wurde mit der kriminalpolizeilichen Bearbeitung betraut.
Nun startet das BKA einen öffentlichen Zeugenaufruf. Jeder der Hinweise geben kann, die zur Ergreifung der Täter führen, erhält bis zu einer Million Euro. Die Frist für die Hinweise endet am 24. Februar 2026. Hinweise nimmt das BKA direkt unter der Telefonnummer 0800 – 01 30 1 10 oder über das Online-Hinweisportal auf www.bka.de/oeffentlichkeitsfahndung71 entgegen. Alternativ kann jede Polizeidienststelle kontaktiert werden.


