Keine MSC-Spitze für Stoltenberg?

Berlin: Regierung erwartet Stoltenberg nicht bei MSC-Spitze

Foto: Jens Stoltenberg und Christoph Heusgen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung rechnet nicht mehr damit, dass Jens Stoltenberg die Führung der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) übernehmen wird. Ursprünglich war er als Nachfolger von Christoph Heusgen vorgesehen, doch politische Entwicklungen in Norwegen haben zu einer Neubewertung der Situation geführt. Berlin blickt nun auf eine ungeklärte Nachfolgeregelung für die wichtige Position.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass Jens Stoltenberg nicht mehr als Chef der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zur Verfügung steht. Dies berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf Regierungskreise.

Stoltenberg war nach seinem Ausscheiden als Nato-Generalsekretär für die Nachfolge von Christoph Heusgen zur Leitung der MSC benannt worden. Eine Regierungskrise in Norwegen führte jedoch im Februar zur Berufung Stoltenbergs zum Finanzminister. Diese Position behält er auch nach dem Wahlsieg der Sozialdemokraten und kabinettsinternen Änderungen in Oslo bei.

Aus Kreisen der MSC-Spitze hatte man sich zuletzt noch zuversichtlich gezeigt, dass Stoltenberg das Amt antreten würde. Aktuell leiten Benedikt Franke und Rainer Rudolph die Organisation. Nach Informationen aus Regierungskreisen ist die Nachfolge für die MSC-Spitze derzeit noch offen.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)