Importe brechen stärker ein

Deutsche Exporte im Januar im Minus

Foto: Ein Containerschiff ist über das Wasser gefahren. (Archivbild)

Kaum im neuen Jahr angekommen, bereits ein Rückgang: Die deutschen Exporte zeigten sich im Januar 2026 deutlich schwächer als im Vormonat. Auch die Importe zogen sich merklich zurück. Die Außenhandelsbilanz konnte sich dennoch über einen deutlichen Überschuss freuen, wie das Statistische Bundesamt nun mitteilte.

Exporte und Importe sinken

Die deutsche Wirtschaft hat einen Dämpfer im internationalen Handel erfahren. Im Januar 2026 sind die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 2,3 Prozent im Vergleich zum Dezember gefallen. Noch spürbarer war der Rückgang bei den Importen, die um 5,9 Prozent abnahmen. Für die Bundesrepublik bedeutet dies, Waren im Wert von 130,5 Milliarden Euro wurden ausgeführt, während Importe im Wert von 109,2 Milliarden Euro ins Land kamen.

Blick auf das Vorjahr

Im direkten Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2025 sieht die Bilanz für Exporte etwas besser aus: Sie verzeichneten ein Plus von 0,6 Prozent. Die Importe hingegen mussten im Jahresvergleich einen deutlichen Abfall von 4,0 Prozent hinnehmen.

Außenhandel mit den EU-Partnern

Besonders stark zeigten sich die Rückgänge im Handel mit den EU-Mitgliedstaaten. Die Exporte dorthin sanken um 4,8 Prozent, während die Importe aus diesen Ländern gar um 6,5 Prozent zurückgingen. Auch der Handel mit der Eurozone war betroffen: Exporte brachen um 5,7 Prozent ein, Importe um 5,9 Prozent.

USA bleibt wichtigster Handelspartner

Trotz der allgemeinen Umsatzrückgänge zeigten sich die Exporte in die Vereinigten Staaten positiv. Mit einem Zuwachs von 11,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat erreichten die USA mit Warenexporten von 13,2 Milliarden Euro erneut den Spitzenplatz der deutschen Handelspartner. Hingegen verzeichneten die Exporte nach China einen erheblichen Einbruch von 13,2 Prozent.

China dominiert bei Importen

Auf der Importseite zeigt sich China als Hauptlieferant. Waren im Wert von 14,2 Milliarden Euro wurden von dort bezogen, auch wenn dies einen Rückgang von 8,3 Prozent gegenüber dem Vormonat darstellt. Die USA und das Vereinigte Königreich verzeichneten ebenfalls sinkende Importvolumen.