Wirtschaft und Politik im Fokus

Berlin: Dax steigt, Diplomatie im Fokus

Berlin: Dax steigt, Diplomatie im Fokus
Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur
Der Dienstag startet trüb, Pendler strömen in den Berufsverkehr, und im Tagesverlauf bleiben Dax-Entwicklung, Inflationsdaten und diplomatische Signale in der Region in den Schlagzeilen. Der Aktienmarkt zeigt Auftrieb, während politische Gespräche über Zusammenlegungen weiterer Verwaltungsbereiche im Blickfeld bleiben. Für den Alltag bedeutet das: Preise, Jobs und Entscheidungen in Kommunen wirken unmittelbar.

Wirtschaft im Tagesverlauf

Der Dax schloss im Tagesverlauf leicht höher. Zum Xetra-Handelsschluss stand der Index bei 25.421 Punkten, ein Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vortag. Nach einem anfänglichen Plus drehte der Markt im Verlauf des Vormittags ins Minus, bevor sich im Tagesverlauf ein neues Hoch ergab.

„Zum Jahresbeginn fließt weiter frisches Geld in den Aktienmarkt und treibt den Dax auf das sechste Allzeithoch am achten Handelstag des Jahres“, erläuterte Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets. „Spielt die Statistik also auch in diesem Jahr mit und sind die ersten Tage eine Blaupause für den Rest des Jahres.“

Für den Sprung auf die neue Bestmarke hätten am Nachmittag die Inflationsdaten aus den USA gesorgt. „Mit 2,7 Prozent in der Gesamt- und 2,6 Prozent in der Kernrate steigen die Preise in den USA zwar immer noch deutlich, weshalb heute das Pendel auf keinen Fall in Richtung Zinssenkung ausgeschlagen hat“, erklärte Romar. „Auf der anderen Seite beruhigte der Bericht diejenigen Anleger, die Angst vor einer Wiederaufnahme des Aufwärtstrends hatten.“

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde Gas zur Lieferung im Februar kostete 31 Euro und damit vier Prozent mehr als am Vortag. Der Ölpreis stieg deutlich: Brent kostete 65,70 US-Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung war schwächer: Ein Euro kostete 1,1636 US-Dollar.

Diplomatische Signale

Das Auswärtige Amt (AA) hat den iranischen Botschafter einbestellt. Das teilte das Ministerium unter Leitung von Bundesminister Johann Wadephul (CDU) am Dienstag auf der Plattform X mit.

„Das brutale Vorgehen des iranischen Regimes gegen seine eigene Bevölkerung ist schockierend“, schreibt das Auswärtige Amt. Man fordere den Iran nachdrücklich auf, die Gewalt gegen die eigenen Bürger zu beenden und ihre Rechte zu achten. „Der iranische Botschafter wurde heute ins AA einbestellt.“

Verwaltungsstrukturen im Fokus

Der designierte Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), hat den jüngsten Vorstoß seines bayrischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) zur Zusammenlegung von kleineren Bundesländern zurückgewiesen.

„Was definitiv nicht kommen wird, ist, dass wir unsere Heimat hier in irgendeiner Form diskutieren“, sagte er dem TV-Sender „Welt“ am Dienstag. „Sachsen-Anhalt ist unsere Heimat und die wird es auch immer bleiben. Und deswegen ist es eine interessante Anekdote, die da aus Bayern kommt. Es ist aber nicht weiter auch diskussionswürdig, glaube ich.“

„Ich bin aktuell als Wirtschaftsminister auch zuständig für Bergbau. Wir haben ein Bergamt in Sachsen-Anhalt, gleichermaßen haben wir das in Thüringen und auch in Sachsen. Vielleicht kann man über diese Themen reden, dass man dort Dinge zusammenlegen kann, gemeinsam machen kann.“

Mit Blick auf den Alltag bleibt festzuhalten, dass solche Debatten die kommunalen Entscheidungen beeinflussen können.

Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt