Weidel kritisiert CSU-Politikerin scharf

AfD lehnt Aigner als Bundespräsidentin ab: „Parteipolitikerin statt Respektsperson“

AfD lehnt Aigner als Bundespräsidentin ab: „Parteipolitikerin statt Respektsperson“

Ilse Aigner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Alternative für Deutschland hat sich gegen eine mögliche Kandidatur der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) für das Amt der Bundespräsidentin ausgesprochen. AfD-Chefin Alice Weidel wirft Aigner vor, politische Eigeninteressen über ihre Rolle als Parlamentspräsidentin zu stellen. Damit sei sie für das höchste Staatsamt nicht tragbar.

AfD erteilt klare Absage

Die Debatte um eine mögliche Nachfolge für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine deutliche Abfuhr durch die AfD erfahren. Die Partei spricht sich entschieden gegen die Kandidatur von Ilse Aigner aus. Sie sei keine überparteiliche Respektsperson, sondern eine parteipolitisch agierende Politikerin, kritisierte AfD-Chefin Alice Weidel in einem Interview mit der „Bild“ (Samstagausgabe).

Weidel begründete die Haltung der AfD damit, dass das Amt des Bundespräsidenten eine Persönlichkeit erfordere, die über allen politischen Lagern stehe und landesweit Anerkennung genieße. Sie sehe Aigner, die derzeit als Präsidentin des bayerischen Landtages amtiert, nicht in dieser Rolle. Aigner habe wiederholt gezeigt, dass sie ihre parteipolitische Funktion nicht ablegen könne.

Nach Ansicht der AfD-Spitzenkandidatin seien Aigners Prioritäten klar: Die Interessen der CSU würden die Rechte der Opposition überlagern. Aus dieser Einschätzung ziehe die AfD ihre Konsequenz, so Weidel. „Für uns ist Ilse Aigner als Bundespräsidentin daher nicht wählbar.“

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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