Ivo Batic (Miroslav Nemec), Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) suchen am ausgebrannten Fahrzeug nach Hinweisen. Bild: BR/Bavaria Fiction GmbH/Claudia Milutinov
Das Wichtigste auf einen Blick
- Sendetermin: Sonntag, 26. Juli 2026, 20.15 Uhr im Ersten
- Wiederholung: Dienstag, 28. Juli 2026, 0.05 Uhr im Ersten
- Ermittler: Ivo Batic und Franz Leitmayr, unterstützt von Kalli Hammermann
- Thema: Mord an einer Polizistin, E-Sport und Ermittlungen in den eigenen Reihen
- Erste Ausstrahlung: Mai 2023
Darum geht es in „Game Over“
Der Fall beginnt mit einer alltäglichen Verkehrskontrolle, die innerhalb weniger Sekunden eskaliert. Eine junge Streifenpolizistin hält auf einer Brücke über der Autobahn einen alten Daimler an, weil dessen Rücklicht defekt ist. Statt Fahrzeugpapieren erwartet sie tödliche Gewalt: Durch das Seitenfenster fallen mehrere Schüsse. Die Beamtin stirbt später im Krankenhaus.
Für Ivo Batic und Franz Leitmayr ist der Druck sofort enorm. Das Opfer kommt aus den eigenen Reihen, und der Täter ist zunächst verschwunden. Wenig später wird das ausgebrannte Fluchtfahrzeug in einer Kiesgrube gefunden. Im Kofferraum entdecken die Ermittler eine verkohlte Leiche – und der Fall wird noch persönlicher.
Die Spur führt in die E-Sport-Szene
Die Ermittlungen führen zu einer Gruppe von Computerspielern, die sich auf „Counter-Strike“ spezialisiert hat. Auffällige Spielernamen deuten darauf hin, dass mehrere Mitglieder Polizisten sein könnten. Damit müssen Batic und Leitmayr nicht nur in einer ihnen fremden digitalen Welt ermitteln, sondern auch innerhalb des eigenen Apparats.
Unterstützung bekommen sie von Kalli Hammermann, der mit Gaming-Begriffen und Online-Plattformen deutlich vertrauter ist als seine älteren Kollegen. Zusätzlich soll der erfolgreiche E-Sportler Oskar Weber helfen, die Identitäten hinter den Spielernamen aufzudecken. Sein ehrgeiziger Vater Patrick verfolgt jedoch eigene Interessen und möchte vor allem den nächsten Turniersieg sichern.

Oskar Weber (Yuri Völsch) feiert mit den Icecubes den Sieg.
Was funktioniert – und wo verliert der Krimi Tempo?
Der Münchner Fall nutzt ein Milieu, das in klassischen Fernsehkrimis selten im Mittelpunkt steht. Die E-Sport-Welt wird nicht nur als Kulisse eingesetzt, sondern mit Turnieratmosphäre, Leistungsdruck, Online-Kultur und technischer Sprache vergleichsweise ernst genommen. Besonders überzeugend ist dabei das Zusammenspiel von Batic, Leitmayr und Kalli: Die Generationenunterschiede sorgen für Reibung, ohne dass die älteren Ermittler bloßgestellt werden.
Die Inszenierung setzt auf dynamische Bilder, eine große Turnierarena und mehrere auffällige Kameralösungen. Dem starken Auftakt folgt jedoch ein ruhigerer Mittelteil. Die Suche nach den Personen hinter den Aliasnamen zieht sich, und die Nebenhandlung rund um die Familie Weber nimmt viel Raum ein. Dadurch verliert der Fall zeitweise an Spannung.
Unterm Strich ist „Game Over“ vor allem für Zuschauer interessant, die das Münchner Team mögen oder neugierig auf das ungewöhnliche E-Sport-Thema sind. Wer einen durchgehend temporeichen Krimi erwartet, dürfte die Längen deutlicher spüren.
Besetzung von „Tatort: Game Over“
- Rouven Magnus als Andreas Jaschke
- Udo Wachtveitl als Franz Leitmayr
- Miroslav Nemec als Ivo Batic
- Ferdinand Hofer als Kalli Hammermann
- Yuri Völsch als Oskar Weber
- Oliver Wnuk als Patrick Weber
- Marie Burchard als Ursula Weber
- Jan Bülow als Torben Seufert
- Lea van Acken als Verena Hetsch
- Xenia Benevolenskaya als Lena Wagensonner
- Stefan Betz als Ritschy Semmler
- Robert Joseph Bartl als Dr. Matthias Steinbrecher
- Mauricio Hölzemann als Michael Hetsch
- Christian A. Koch als Reinhard Höferer
- Corinna Binzer als Gerlinde Wagensonner
Sendetermine und Mediathek
Das Erste zeigt „Tatort: Game Over“ am Sonntag, 26. Juli 2026, um 20.15 Uhr. Eine weitere Ausstrahlung ist für Dienstag, 28. Juli 2026, um 0.05 Uhr angekündigt. Über die ARD Mediathek lässt sich der Film im Livestream verfolgen. Nach der TV-Ausstrahlung steht er dort üblicherweise für einen begrenzten Zeitraum als Wiederholung zur Verfügung.
Fazit: Lohnt sich das Einschalten?
Der Einstieg ist hart, die Bildsprache modern und das E-Sport-Milieu für einen Sonntagskrimi ungewöhnlich. Batic, Leitmayr und Kalli tragen den Film mit ihrer eingespielten Dynamik. Gleichzeitig bremsen die ausführliche Spurensuche und mehrere Nebenstränge das Tempo. Für Fans des Münchner Teams und für Zuschauer, die einen „Tatort“ abseits klassischer Milieus sehen möchten, ist die Wiederholung dennoch einen Blick wert.
Häufige Fragen zu „Tatort: Game Over“
Wann läuft „Tatort: Game Over“?
Die Folge läuft am Sonntag, 26. Juli 2026, um 20.15 Uhr im Ersten. Eine weitere Ausstrahlung ist für Dienstag, 28. Juli 2026, um 0.05 Uhr geplant.
Worum geht es in dem Münchner Tatort?
Nach dem Mord an einer jungen Polizistin führen die Ermittlungen Batic und Leitmayr in die E-Sport-Szene und zugleich in die eigenen Reihen der Polizei.
Wer ermittelt in „Game Over“?
Ivo Batic und Franz Leitmayr übernehmen den Fall. Unterstützt werden sie von Kalli Hammermann.
Wer spielt Oskar Weber?
Der erfolgreichen E-Sportler Oskar Weber wird von Yuri Völsch gespielt.
Lohnt sich die Wiederholung?
Der Fall punktet mit einem ungewöhnlichen Milieu, starken Bildern und dem Münchner Ermittlerteam. Im Mittelteil gibt es jedoch spürbare Längen.
Erstausstrahlung und Hintergrund
„Tatort: Game Over“ wurde erstmals am 21. Mai 2023 im Ersten, ORF und SRF ausgestrahlt. Die vom Bayerischen Rundfunk (BR) produzierte Episode ist der 1238. Fall der Krimireihe „Tatort“ und zugleich der 93. Einsatz des Münchner Ermittlerduos Ivo Batic und Franz Leitmayr. Regie führte Lancelot von Naso, das Drehbuch stammt von Stefan Holtz und Florian Iwersen. Für die Sommerpause 2026 holt die ARD den Krimi als Wiederholung zurück ins Programm.
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