Sorge vor Versorgungsengpässen wächst

Energiekrise: Jeder Zweite rechnet mit weiter steigenden Preisen

Energiekrise: Jeder Zweite rechnet mit weiter steigenden Preisen

Tankstelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Deutschen blicken mit großer Besorgnis auf die Entwicklung der Energiekosten. Knapp die Hälfte der Befragten erwartet selbst nach einem Ende des Iran-Konflikts weiter steigende Preise. Auch die Angst vor Engpässen im kommenden Winter nimmt zu.

Sorge um Energiepreise

Die Energiepreise belasten die Verbraucher spürbar. Eine aktuelle Umfrage des Vergleichsportals Verivox, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, offenbart eine weit verbreitete Sorge in der Bevölkerung. Über zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) blicken mit Besorgnis auf die weitere Entwicklung der Energiekosten.

Dabei geht knapp jeder Zweite (49 Prozent) davon aus, dass die Preise auch nach einem möglichen Ende des Iran-Konflikts weiter steigen werden. Rund ein Viertel rechnet sogar mit einem deutlichen Anstieg, ein weiteres Viertel mit zumindest einem leichten Kostenanstieg. Nur noch etwa ein Drittel der Befragten hofft auf sinkende Energiekosten.

Tankstellenpreise und Lieferketten

Ein Energieexperte von Verivox erklärt, dass selbst eine Entspannung rund um die Straße von Hormus keine schnelle Rückkehr zu alten Preisen bedeute. Die Wiederherstellung gestörter Lieferketten könne Monate oder sogar Jahre dauern.

Energieökonomin Claudia Kemfert vom DIW Berlin mahnt mit Blick auf den Ölpreis und die Spannungen in der Straße von Hormus: „Benzin und Diesel dürften teurer bleiben oder weiter steigen.“ Sie kritisiert den Tankrabatt als wenig zielgenau und plädiert für eine geringere Abhängigkeit von Öl.

Angst vor Winterengpässen

Die Sorge vor Versorgungsengpässen im kommenden Winter treibt ebenfalls viele Menschen um. Laut der Umfrage fürchten 47 Prozent der Befragten eine mögliche Einschränkung der Öl- und Gasversorgung.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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