Politiker sollen Beitrag zur Reform leisten

Union will Diätenerhöhung stoppen

Union will Diätenerhöhung stoppen

Bundestagsabgeordnete (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Unionsfraktion im Bundestag drängt auf einen Stopp der für den 1. Juli geplanten automatischen Diätenerhöhung. Parlamentarischer Geschäftsführer Steffen Bilger (CDU) begründet den Vorstoß mit der Notwendigkeit, dass auch Politiker ihren Beitrag zu bevorstehenden Reformen leisten. Die Pläne sollen in den kommenden Fraktionsgremien diskutiert werden.

Kurswechsel in der Diätenfrage

Die automatische Erhöhung der Abgeordneten-Diäten zum 1. Juli soll nach dem Willen der Unionsfraktion ausgesetzt werden. „Auch wir Politiker müssen einen Beitrag leisten“, erklärte Steffen Bilger, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, gegenüber RTL und ntv. Die Fraktion will die Aussetzung noch in dieser Woche in ihren Gremien besprechen.

Bilger zufnügte, dass dies im Zusammenhang mit weiteren Reformen, etwa im Gesundheitswesen, geschehen solle. Die Bereitschaft in der Bevölkerung, notwendige Reformen und damit verbundene Belastungen zu mittragen, sei hoch. Da müsse auch die Politik mitziehen.

Intensive Gespräche mit Koalitionspartner

Bereits seit Wochen führe die Union Gespräche mit ihrem Koalitionspartner SPD über dieses Thema. Es gehe darum, den bestehenden Mechanismus zu erhalten, nach dem die Lohnentwicklung die Abgeordnetengehälter bestimmt und die Politiker nicht selbst darüber entscheiden. „Da wir ein Gesetz brauchen, um davon für dieses Jahr abzuweichen, ist es keine einfache Entscheidung. Aber wir sind mit der SPD gemeinsam der Auffassung, dass wir diesen Schritt jetzt gehen sollten.“ Die Diäten würden zum 1. Juli ohnehin automatisch steigen. „Wir müssen das jetzt zeitnah auf den Weg bringen“, betonte Bilger die Dringlichkeit.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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