Keine Einsparungen zulasten von Familien
Die Debatte um mögliche Kürzungen beim Elterngeld sorgt für heftige Kritik. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) warnt davor, dass Familen gerade jetzt finanzielle Sicherheit benötigen. „Gerade in Zeiten sinkender Geburtenraten und fehlender Betreuungsplätze brauchen Familien Verlässlichkeit und finanzielle Sicherheit statt neuer Kürzungsdebatten“, sagte SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier der „Rheinischen Post“. Wer Familien wirklich stärken wolle, dürfe nicht bei einer der wichtigste familienpolitischen Leistungen sparen.
Familien stehen laut Engelmeier durch hohe Lebenshaltungskosten ohnehin massiv unter Druck. Gleichzeitig habe das Elterngeld seit seiner Einführung real an Wert verloren. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Mandy Eißing bezeichnete die Pläne der Regierung als Bruch des Koalitionsvertrags. Dort sei eine Erhöhung des Mindest- und Höchstsatzes versprochen worden.
Nun soll die Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) im Rahmen des Bundeshaushalts 500 Millionen Euro einsparen. Das Kabinett sieht dafür eine Reform des Elterngeldes vor. Laut Eißing konterkariert dies die Ziele, Familien zu stärken und die Gleichstellung voranzubringen.




