Breite Mehrheit für strengere Regeln

Deutsche wollen KI-Fakes stoppen

Junge Frauen mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Manipulierte Inhalte durch Künstliche Intelligenz verunsichern die Bevölkerung. Eine neue Umfrage zeigt eine überwältigende Zustimmung zu einem härteren Vorgehen gegen Plattformen, die solche KI-Fakes verbreiten. Insbesondere Junge fordern strengere Kontrollen.

Großer Wunsch nach Eingreifen

Die Deutschen haben genug von KI-generierten Fälschungen. Neun von zehn Bundesbürgern erwarten von großen Technologieunternehmen wie Meta, TikTok und Google mehr Verantwortung. Sie sollen künftig konsequenter zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie manipulierte Inhalte nicht zügig löschen. Nur eine kleine Minderheit lehnt strengere Kontrollen ab, ein weiterer Bruchteil ist unentschlossen.

Besonders deutlich wird die Forderung nach einem entschlossenen Vorgehen bei jüngeren Menschen. Unter den 14- bis 29-Jährigen befürworten 94 Prozent härtere Regeln gegen KI-Fakes. Die Umfrage, für die Anfang Mai rund 1.000 Personen befragt wurden, spricht eine klare Sprache.

Plattformen sollen vorab handeln

Darüber hinaus plädiert eine deutliche Mehrheit dafür, dass Plattformen das Hochladen von manipulierten KI-Inhalten von vornherein unterbinden sollten. Zwei Drittel der Befragten wünschen sich eine proaktive Prüfung, bevor solche Inhalte überhaupt live gehen. Nur knapp ein Drittel findet es akzeptabel, manipulierte Inhalte erst nach Veröffentlichung und einer Meldung zu kontrollieren. Frauen äußern sich mit 74 Prozent Zustimmung zu einem generellen Upload-Verbot deutlich stärker als Männer (60 Prozent).

Die gemeinnützige Organisation Campact, die die Umfrage in Auftrag gab, sieht in den Ergebnissen eine klare Botschaft: Die Mehrheit lehnt KI-Fakes ab. Man dürfe nicht zulassen, dass Deepfakes von Politikern, gefälschte Stimmen oder KI-generierte Personen die öffentliche Debatte vergiften. Die Bundesregierung müsse nun handeln und die Tech-Giganten in die Pflicht nehmen, die mit diesen Fakes angeblich Millionen verdienen.

Konkret fordert Campact schärfere Bußgelder für Plattformen, die ihrer Löschpflicht nicht nachkommen. Zudem wird eine verbindliche Prüfung vor dem Upload von KI-manipulierten Inhalten gefordert, um täuschend echte Fälschungen von vornherein zu verhindern.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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