Europa droht ins Abseits zu geraten
Der Vorsitzende der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe, Peter Felser (AfD), schlägt Alarm. Er rechnet damit, dass die Ergebnisse des strategisch wichtigen US-China-Gipfels die Beziehungen zwischen den USA und Europa nachhaltig belasten werden. Seine Sorge: „Das Treffen wird die transatlantische Einheit noch weiter schwächen“, sagte Felser der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Der Abgeordnete befürchtet, dass US-Präsident Donald Trump bei den Verhandlungen „geopolitisch wie auch wirtschaftlich ohne Rücksicht auf europäische Interessen“ vorgehen wird. Es bestehe „die große Gefahr, dass Trump eigene `Deals` gegen die europäischen Interessen aushandelt“.
EU muss eigene Interessen definieren
Felser fordert daher ein entschlossenes Handeln seitens Europas und Deutschlands. Sie müssten „dringend eigene strategische Interessen identifizieren und umsetzen“. Der Gipfel verdeutliche eine wachsende multipolare Weltordnung. Es sei nicht mehr „der Westen“, der mit China verhandle, sondern primär die USA allein. Laut Felser seien neue Aufteilungen der Welt nach Interessen und Einflussgebieten bereits zu beobachten.
Chinas Bereitschaft für europäische Beziehungen
Umso wichtiger sei es nun für Deutschland und Europa, ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen gegenüber Peking entschieden zu vertreten. Darauf solle auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bei ihrer bevorstehenden Chinareise achten. Felser ist optimistisch: „Meiner Einschätzung nach ist China momentan noch sehr offen und stark daran interessiert, mit Europa in guter Beziehung zu bleiben.“



