Kritik an Ausstattung und Ausbildung

BDK kritisiert: Polizei gegen Cyberkriminalität schlecht gerüstet

BDK kritisiert: Polizei gegen Cyberkriminalität schlecht gerüstet

Alexander Dobrindt bei der Vorstellung des Bundeslagebildes Cybercrime, via dts Nachrichtenagentur

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Kriminalbeamten (BDK) schlägt Alarm: Die Polizei sei im Kampf gegen die wachsende Cyberkriminalität unzureichend aufgestellt. Sowohl technische Ausstattung als auch die Aus- und Fortbildung würden den aktuellen Bedrohungen nicht gerecht. Betroffen seien nicht nur Unternehmen und staatliche Stellen, sondern auch Privatpersonen.

Großer Nachholbedarf bei der Polizei

Die Polizei vor Ort ist nach Ansicht des BDK-Vorsitzenden Dirk Peglow im Bereich der Cyberkriminalität schlecht aufgestellt. Es gebe „erheblichen Nachholbedarf“, sagte Peglow dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Cyberkriminalität sei längst kein Randphänomen mehr, sondern betreffe Unternehmen, kritische Infrastrukturen, staatliche Stellen und Bürger gleichermaßen.

Dobrindts Lagebild – BDK fordert Taten

Viele Kommissariate seien weder technisch noch in der Aus- und Fortbildung auf dem Stand, der angesichts der tatsächlichen Bedrohungslage erforderlich sei. Peglow plädiert daher für eine bessere technische Ausstattung, mehr spezialisierte Aus- und Fortbildung sowie klare Befugnisse zur Cyberabwehr, die auch in den Polizeigesetzen der Länder verankert sein müssten. Seine Äußerungen fallen in den Kontext der Vorstellung des Bundeslagebildes Cybercrime durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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