Karlsruhe – Das Hauptzollamt Karlsruhe schloss das Jahr 2025 mit Einnahmen von etwa 8,07 Milliarden Euro ab, teilte die Behörde am 12. Mai mit. Der größte Anteil entfiel auf Verbrauchsteuern, vor allem die Energiesteuer mit rund 4,25 Milliarden Euro, gefolgt von der Einfuhrumsatzsteuer von ca. 2,8 Milliarden Euro.
Im Bereich der Gefahrenabwehr verzeichnete das Amt eine deutliche Zunahme: Insgesamt wurden 1,2 Millionen unversteuerte Zigaretten, 1,5 Tonnen Wasserpfeifentabak, 1,2 Tonnen Betäubungsmittel sowie 27 Waffen beschlagnahmt. Die Betäubungsmittel setzten sich aus 450 Kilogramm Haschisch und 720 Kilogramm Marihuana zusammen – damit überstieg das gesicherte Gesamtgewicht die Marke von einer Tonne.
Zusätzlich wurden zum ersten Mal 343 Kilogramm Feuerwerkskörper bzw. Sprengstoff erfasst. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit führte im Jahresverlauf über 1.000 Arbeitgeberprüfungen durch, leiteten 3.524 Strafverfahren ein und verhängte Geldstrafen in Höhe von 1,46 Millionen Euro sowie Freiheitsstrafen mit einer Gesamtdauer von 89 Jahren.
Im internationalen Warenverkehr bearbeitete das Zollamt 2,8 Millionen Einfuhren und 9,8 Millionen Ausfuhren. Gleichzeitig wurden 6.811 Postsendungen geprüft. Durch Nacherhebungen bei Unternehmen ergaben sich rund 10 Millionen Euro an nachgeforderten Zöllen und Steuern.
Das Hauptzollamt beschäftigte 2025 insgesamt 849 Mitarbeitende, darunter 117 Auszubildende. Laut Leitendem Regierungsdirektor David Miske sei der Zoll ein verlässlicher Garant für staatliche Einnahmen, faire Wettbewerbsbedingungen und den Schutz der Gesellschaft.
Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittlungen zu den einzelnen Sicherstellungen weiter. Die Straße bleibt unverändert, die Lage ist stabilisiert.




