Warum sich der Blick in den Himmel lohnt

Wurmmond am 3. März 2026: Warum dieser Vollmond den Frühling ankündigt

Vollmond mit zweigen vorne links.
Foto: By Andrew Choy - Moon, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7511564

Der März-Vollmond hat einen Namen, der zunächst stutzen lässt. „Wurmmond“ klingt nicht gerade poetisch. Und doch steckt hinter dieser Bezeichnung eine hoffnungsvolle Botschaft: Am 3. März 2026 leuchtet der Vollmond als stiller Vorbote des Frühlings über Baden-Württemberg – und über ganz Deutschland.

Während hierzulande der Mond in voller Pracht aufgeht, spielt sich auf der anderen Seite der Erde ein seltenes Himmelsspektakel ab: eine totale Mondfinsternis. Ein Abend also, der Astronomie-Fans gleich doppelt elektrisiert.

Wann ist der Wurmmond in Baden-Württemberg zu sehen?

Der exakte Vollmondzeitpunkt fällt am 3. März 2026 um 12:37 Uhr. Sichtbar wird der Mond aber erst am Abendhimmel. In Süddeutschland – etwa im Raum Stuttgart oder im Schwarzwald – geht der Vollmond gegen 18:30 Uhr auf. Je nach Standort kann die Uhrzeit um einige Minuten variieren.

Besonders eindrucksvoll wirkt der Mond direkt nach seinem Aufgang am Horizont. Dann erscheint er ungewöhnlich groß. Dieses Phänomen nennt sich „Mondtäuschung“ – unser Gehirn lässt den Erdtrabanten riesiger wirken, wenn er tief steht.

Gerade bei klarem Himmel lohnt sich der Blick Richtung Osten. Ein Standort mit freiem Horizont, fern von hohen Gebäuden oder Hügeln, bietet die beste Sicht.

Warum heißt der März-Vollmond „Wurmmond“?

Die Bezeichnung geht auf nordamerikanische Naturvölker zurück. Wenn Schnee und Frost nachlassen, tauen die Böden langsam auf. Regenwürmer kommen an die Oberfläche, lockern die Erde – und ziehen Vögel an.

Der Name ist also kein astronomischer Fachbegriff, sondern ein Naturbeobachtungsname. Laut Experten wie Dr. Björn Voss vom Planetarium Hamburg kündet der „Wurmmond“ symbolisch vom nahenden Frühling.

„Meist gaben die Menschen früherer Zeiten dem Vollmond recht malerische Namen. So aber nicht in diesem Monat. Das mag nicht schön klingen, enthält aber eine positive Botschaft. So kündet der Begriff vom nahenden Frühling.“

Eine direkte wissenschaftliche Bedeutung hat der Begriff nicht.

Neben „Wurmmond“ sind auch andere Namen überliefert:

  • Lenzmond – vom althochdeutschen „lenzo“ für Frühling
  • Krähenmond – in Anlehnung an zurückkehrende Zugvögel
  • Fastenmond – im Zusammenhang mit der christlichen Fastenzeit
  • Zuckermond – benannt nach der Ahornsirup-Ernte nordamerikanischer Völker

Sie alle zeigen: Der März-Vollmond markiert seit Jahrhunderten den Übergang in eine neue Jahreszeit.

Mondaufgang und Mondtäuschung: Warum wirkt er so groß?

Der exakte Vollmond tritt am 3. März 2026 um 12:37 Uhr ein. Sichtbar wird er in Deutschland jedoch erst am Abend. In vielen Regionen geht er gegen 18 Uhr auf – die genaue Uhrzeit hängt vom Standort ab.

Direkt nach dem Aufgang wirkt der Mond besonders groß. Dieses bekannte Phänomen nennt sich Mondtäuschung. Unser Gehirn vergleicht den Mond am Horizont mit Bäumen, Häusern oder Hügeln – und lässt ihn dadurch größer erscheinen, als er tatsächlich ist.

otale Mondfinsternis am 3. März – aber nicht bei uns

Zeitgleich ereignet sich am 3. März die einzige totale Mondfinsternis des Jahres 2026. Dabei wandert der Mond vollständig durch den Kernschatten der Erde und erscheint für mehrere Minuten rötlich – daher der Name Blutmond.

In Europa allerdings steht der Mond während der entscheidenden Phase unter dem Horizont. Beobachten lässt sich das Schauspiel unter anderem im Pazifikraum, in Neuseeland, Ostasien, Alaska oder im Westen Nordamerikas.

Wann ist die nächste Mondfinsternis in Deutschland zu sehen?

Am 28. August 2026 kommt es zu einer fast totalen Mondfinsternis, die auch von Mitteleuropa aus beobachtet werden kann. Der Mond tritt dabei zu über 96 Prozent in den Kernschatten der Erde ein – eine beinahe vollständige Verfinsterung.

Eine echte totale Mondfinsternis, die von Deutschland aus sichtbar ist, wird es erst wieder am 31. Dezember 2028 geben.

Tag-und-Nacht-Gleiche: Der astronomische Frühling beginnt

Der Wurmmond fällt in eine Zeit des Übergangs. Am 20. März überquert die Sonne den Himmelsäquator – die Tag-und-Nacht-Gleiche markiert den offiziellen Beginn des astronomischen Frühlings auf der Nordhalbkugel.

Von da an werden die Tage spürbar länger. Das Sternbild Löwe rückt in den Fokus, gemeinsam mit Jungfrau und Bärenhüter bildet es das markante Frühlingsdreieck. Auffällig leuchtet außerdem die Venus am Abendhimmel, während Jupiter noch in der ersten Nachthälfte zu sehen ist.

Artemis II: Menschen fliegen wieder zum Mond

Der Mond steht 2026 nicht nur im Fokus von Hobby-Astronomen. Mit der Mission Artemis II plant die NASA erstmals seit über 50 Jahren wieder einen bemannten Flug in Richtung Mond.

„Auch die anstehende Artemis-II-Mission ist eine Mondumrundung. Aber seit über 50 Jahren werden endlich wieder Menschen zum Mond reisen“, sagt Dr. Voss. Die vierköpfige Crew soll das Orion-Raumschiff testen und wichtige Systeme unter Realbedingungen prüfen.

Ein genauer Starttermin steht noch aus. Das mögliche Zeitfenster liegt Anfang April.

Ein Vollmond als Hoffnungszeichen

Der Wurmmond mag keinen romantischen Namen tragen. Doch seine Symbolik ist klar: Der Winter verliert an Kraft, das Licht kehrt zurück, die Natur erwacht.

Gerade in Baden-Württemberg, wo nach milden Tagen bereits erste Frühlingsboten sichtbar werden, passt dieser Vollmond ins Bild. Er steht für Aufbruch – ganz ohne Pathos.

Am 3. März lohnt sich also ein Blick an den Abendhimmel. Nicht nur wegen eines ungewöhnlichen Namens, sondern weil dieser Vollmond mehr erzählt als nur eine astronomische Phase.