Damit bleibt die Nationalmannschaft vorerst den Giganten wie Argentinien, Spanien, Frankreich, England oder Brasilien erspart. Doch trotz dieser vermeintlich guten Ausgangslage könnte es bei der Auslosung am 5. Dezember (18 Uhr MEZ in Washington) zu einer echten „Hammer-Gruppe“ kommen.
Mögliche Gegner: Italien, Salah und Co.
Denn: Die Setzregeln der FIFA bleiben unverändert. Das heißt, auch die Sieger der Play-offs – etwa Italien, Dänemark oder Schweden – könnten im schwächsten Lostopf landen. So ist etwa eine Gruppe mit Kolumbien (Lostopf 2), Ägypten mit Liverpool-Star Mohamed Salah (Lostopf 3) und Italien (Lostopf 4) theoretisch möglich.
Sportdirektor Rudi Völler sagte nach dem entscheidenden 6:0-Sieg gegen die Slowakei, der Deutschland den Sprung in Topf 1 gesichert hatte:
„Wir sind froh, dass wir das auf den letzten Metern noch geschafft haben.“
Damit zog die DFB-Elf in der Weltrangliste an Italien vorbei und belegt Rang 9 – entscheidend für die Platzierung im Lostopf.
Neue Turnierlogik: Topnationen getrennt
Eine kleine Regeländerung betrifft die absolute Spitze: Argentinien und Spanien – die beiden bestplatzierten Teams der FIFA-Weltrangliste – können sich laut neuer Turnierlogik erst im Finale begegnen.
Ähnliches gilt für Frankreich und England, die frühestens im Halbfinale aufeinandertreffen könnten. Für Deutschland selbst hat diese Neuerung keine direkten Auswirkungen.
Das ist die offizielle Einteilung der Lostöpfe
Lostopf 1: USA, Kanada, Mexiko, Spanien, Argentinien, Frankreich, England, Brasilien, Portugal, Niederlande, Belgien, Deutschland
Lostopf 2: Kroatien, Marokko, Kolumbien, Uruguay, Schweiz, Japan, Senegal, Iran, Südkorea, Ecuador, Österreich, Australien
Lostopf 3: Norwegen, Panama, Ägypten, Algerien, Schottland, Paraguay, Tunesien, Elfenbeinküste, Usbekistan, Katar, Saudi-Arabien, Südafrika
Lostopf 4: Jordanien, Kap Verde, Ghana, Curacao, Haiti, Neuseeland sowie die Gewinner der vier europäischen Play-offs und zwei interkontinentalen Play-offs.
Besonderheit bei den Gastgebern
Die Gastgeberländer Mexiko (A1), Kanada (B1) und USA (D1) stehen als Gruppenköpfe bereits fest und werden mit farblich markierten Kugeln ausgelost. Zudem darf keine Gruppe mehr als zwei europäische Teams enthalten.
Wie es nach der Auslosung weitergeht
Direkt nach der Auslosung am 5. Dezember will die FIFA am 6. Dezember den vollständigen Spielplan mit Stadien und Anstoßzeiten veröffentlichen. Die WM 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 statt – erstmals mit 48 Teilnehmern in 12 Gruppen.


