Ereignisablauf
Das BKA veröffentlichte am 12.05.2026 das Bundeslagebild Cybercrime 2025. Es zeigt, dass Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft weiterhin ein Hauptziel im Cyberraum bleibt. Im Berichtsjahr wurden rund 335 000 Fälle erfasst, davon etwa 207 888 aus dem Ausland oder von unbekannten Tatorten.
Ransomware-Attacken stiegen um zehn Prozent auf 1 041 Fälle, während DDoS-Angriffe um 25 % auf 36 706 Fälle zulegten. Die Schadenshöhe für die deutsche Wirtschaft beläuft sich auf geschätzte 202,4 Milliarden Euro, also rund 4,5 % des BIP.
Einsatzdetails
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und BKA‑Vizepräsidentin Martina Link kündigten verstärkte Befugnisse für die Sicherheitsbehörden an. Im Rahmen der internationalen Operationen „Endgame“, „Eastwood“ und „PowerOFF“ wurden wichtige Malware-Familien deaktiviert, Server abgeschaltet und Haftbefehle gegen DDoS‑Stresserdienste erwirkt.
Derzeit unterstützen rund 200 Polizeikräfte und IT‑Spezialisten die Ermittlungen. Zusätzlich arbeitet das BKA mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und den ZIT‑Stellen zusammen, um Unternehmen und Behörden zu schützen.
Ermittlungsstand
Nach derzeitigem Stand ist die Bedrohungslage wegen des zunehmenden Einsatzes von KI‑basierten Werkzeugen hoch. KI ermöglicht schnellere, zielgerichtete Angriffe, während die Abwehrkräfte neue technische Verfahren entwickeln. Zur Ursache konnte noch nichts Genaueres gesagt werden; die Ermittlungen dauern an.
Weitere Informationen zum Bundeslagebild und zu Schutzmaßnahmen finden Sie auf den Webseiten des BKA und des BSI.




