Amtsgericht Halle gibt grünes Licht für Eigenverwaltung
Mäc-Geiz hat einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Halle (Saale) eingereicht. Diese Nachricht dürfte die Kunden des Discounters, der für seine günstigen Angebote bekannt ist, überraschen.
Trotz des Antrags muss sich das Unternehmen nicht sofort aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Das Gericht ordnete eine vorläufige Eigenverwaltung an. Das bedeutet, dass Mäc-Geiz sein Vermögen unter der Kontrolle eines vorläufigen Sachwalters weiter verwalten kann.
Der Grund für diese Entscheidung liegt laut Gericht in der überzeugenden Planung des Unternehmens. Diese sei „vollständig und schlüssig“ und basiere auf handfesten Fakten. Selbst die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses zeigten sich informiert und verzichteten auf weitere Anhörungen.
Geschichte wiederholt sich: Schon 2010 gab es Insolvenz
Für Mäc-Geiz ist es nicht das erste Mal, dass wirtschaftliche Turbulenzen das Unternehmen treffen. Bereits im Jahr 2010 musste der Discounter, der 1994 in Halle (Saale) gegründet wurde, einen Insolvenzantrag stellen. Damals gelang es dem Unternehmen, durch Investoren aus Österreich neue finanzielle Stabilität zu finden.
Ob dieser erneute Schritt der Eigenverwaltung diesmal Früchte trägt und Mäc-Geiz den Weg aus der Krise findet, bleibt abzuwarten. Viele hoffen, dass die Schnäppchen von Mäc-Geiz bald wieder im gewohnten Umfang verfügbar sein werden.



