Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat am Donnerstag in allen 16 Bundesländern ihre Forderungen für die Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr übergeben. Hiervon sind knapp 150 kommunale Unternehmen in Städten und Landkreisen sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen betroffen, teilte die Gewerkschaft mit.
Um neue Verhandlungen zu ermöglichen, wurden in 15 Bundesländern die Flächentarifverträge über die Arbeitsbedingungen in den Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gekündigt. Dies betrifft ebenfalls die Haustarifverträge der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH). In den Bundesländern Brandenburg, Thüringen und dem Saarland werden zusätzlich die Löhne und Gehälter der Beschäftigten neu verhandelt.
Bessere Arbeitsbedingungen für den ÖPNV
Christine Behle, die stellvertretende Verdi-Vorsitzende, betonte am Donnerstag, dass attraktive Arbeitsbedingungen ein „Schlüsselthema für den ÖPNV“ seien. „Nur mit guter Arbeit in den Betrieben lassen sich die Fachkräfte finden und halten, die wir für einen funktionierenden Nahverkehr dringend brauchen“, so Behle. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, eine Reduzierung der Schichtzeiten sowie eine Verlängerung der Ruhezeiten und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.
Die Mehrheit der kommunalen ÖPNV-Unternehmen fällt unter die Tarifverträge Nahverkehr (TV-N), die landesweit gelten und von Verdi mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband verhandelt werden. Die Entgeltentwicklung in acht dieser TV-N ist bereits an den TVöD gekoppelt. Die Laufzeiten der Manteltarifverträge wurden synchronisiert, wodurch alle Verträge gleichzeitig kündbar und verhandelbar sind. Die spezifischen Forderungen werden von den jeweiligen Tarifkommissionen für jeden Landestarifvertrag eigenständig festgelegt. (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

