Gerichtsurteile gegen Präsidentenaspirationen

US-Richter stoppen Trump: Sendegelder und Ballsaal-Pläne blockiert

US-Richter stoppen Trump: Sendegelder und Ballsaal-Pläne blockiert
Foto: Das Weiße Haus in Washington D.C. (Archivbild). Ein Richter stoppt Baupläne dort und die Kürzung von Geldern für TV-Sender. (Foto: dts)

Zwei juristische Schlappen für Donald Trump innerhalb weniger Stunden: Bundesrichter haben am Dienstag zwei weitreichende Vorhaben des US-Präsidenten gestoppt. Einerseits wurde die Streichung von Bundesmitteln für die öffentlich-rechtlichen Sender NPR und PBS als rechtswidrig erklärt. Zum anderen muss der Bau eines neuen Ballsaals im Weißen Haus vorerst ruhen.

Streit um Meinungsfreiheit

Ein Bundesrichter im District of Columbia hat die von Trump verfügte Kürzung der Finanzhilfen für das Public Broadcasting Service (PBS) und National Public Radio (NPR) als illegal bezeichnet. Richter Randolph Moss erklärte Trumps Dekret für nichtig. Er begründete seine Entscheidung mit dem Ersten Verfassungszusatz, der die freie Meinungsäußerung schützt. Die US-Regierung dürfe ihre Haushaltsmacht nicht dazu missbrauchen, unliebsame Stimmen zu bestrafen oder zu unterdrücken.

Moss sprach von einer klaren Überschreitung einer Grenze, die staatlichen Akteuren verfassungsrechtlich nicht gestattet sei. Konkrete Auswirkungen der Haverurteilung sind aktuell noch unklar. Es wird aber erwartet, dass die beiden Sender weiterhin auf staatliche Gelder hoffen dürfen.

Weißen Haus gehört nicht dem Präsidenten

Gleichzeitig urteilte ein Richter desselben Gerichts, Richard Leon, dass die Bauarbeiten an einem neuen Ballsaal im Weißen Haus gestoppt werden müssen. Der Bau sei erst genehmigungsfähig, wenn der Kongress grünes Licht gebe. Leon betonte, dass ein US-Präsident zwar Verwalter des Amtssitzes sei, ihn aber nicht als sein persönliches Eigentum betrachten dürfe.

Leon setzte die einstweilige Verfügung allerdings für 14 Tage aus. Er rechnet fest mit einer Berufung der Regierung gegen dieses Urteil und gibt der Trump-Administration damit Zeit, die nächsten juristischen Schritte einzuleiten.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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