SPD fordert Preisbremse für Süßigkeiten
Die SPD-Fraktion schießt kurz vor Ostern scharf gegen die Hersteller von Schokoladen-Osterhasen. Deren Preise steigen auch in diesem Jahr wieder in die Höhe, und das, obwohl die Kosten für Kakaobohnen gesunken sind. „Dass der Preis beliebter Marken-Schokoosterhasen auch dieses Jahr ohne sachlichen Grund immer weiter steigt, während die Kakaopreise sinken, kann man nur noch als Abzocke der Hersteller bezeichnen“, sagte SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher der „Rheinischen Post“.
Bis zu 22 Prozent teurer – trotz halbiertem Kakaopreis
Limbacher beziffert den Preisanstieg bei Produkten großer Konzerne auf bis zu 22 Prozent. Das sei besonders pikanter, da sich der Preis für Kakaobohnen in den vergangenen zwei Jahren halbiert habe. Allein bei einem 200-Gramm-Hasen für 8,99 Euro blieben somit angeblich über vier Euro Gewinn beim Hersteller hängen. Dieses Vorgehen unter dem Deckmantel globaler Krisen mache das traditionelle Ostergeschenk für Kinder immer mehr zu einer finanziellen Belastung.
Preisbeobachtungsstelle als Lösungsansatz
Gerade deshalb sei, so Limbachers Forderung, eine Preisbeobachtungsstelle in der Lebensmittelwirtschaft zwingend notwendig. Diese sei auch im Koalitionsvertrag vorgesehen. Mehr Transparenz helfe den Verbrauchern, bewusst einzukaufen und bewusst überteuerte Produkte zu meiden.